Schlusslicht gegen Tabellenführer

Sorgenkind Hanau gegen SG Barockstadt klarer Außenseiter

Der Hanauer FC will gegen die SG Barockstadt punkten - Archivfoto: KN


Dienstag, 07.09.2021
von FELIX HAGEMANN

HANAU/FULDA - Als der Hanauer FC und die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz am zweiten Spieltag das erste Mal aufeinandertrafen, war Ligaweit noch von einem Duell zweier Aufstiegsfavoriten die Rede. Vor dem zweiten Aufeinandertreffen am Dienstag (19 Uhr) hat sich die Lage komplett geändert. Während die SGB weiter durch die A-Gruppe pflügt, ist Hanau die Enttäuschung der bisherigen Saison und reist als klarer Außenseiter nach Fulda.

Dabei sind die Hanauer rein auf dem Papier immer noch ein Top-Team der Hessenliga, doch die Leistungen der ersten Saisonwochen geben Anlass zur Sorge. Am Wochenende setzte es dann den vorläufigen Tiefpunkt, als man zuhause verdient gegen den SV Steinbach mit 1:2 verlor. Spielertrainer und Ex-Profi Kreso Ljubicic steht bei seiner ersten Trainerstation bereits nach fünf Spielern unter Druck. 

Hanaus kommissarischer Sportliche Leiter, Giovanni Falacara, sprach nach der Partie davon, dass einige Spieler ehrenlos agiert hätten und den Trainer im Stich lassen würden. Ein schlechteres Zeugnis kann man der eigenen Mannschaft eigentlich nicht ausstellen. Und jetzt droht auch noch Leistungsträger Semih Sentürk länger auszufallen.

SGB will Hanau nicht unterschätzen 

SGB-Trainer Sedat Gören warnt dennoch explizit vor den Hanauern : "Sie sind erfahren genug und haben die Qualität da wieder rauszukommen. Sie gehören definitiv nicht ans Tabellenende", stellte er vor dem Spiel klar.

Bisher habe man noch keinen Gegner auf die leichte Schulter genommen und das soll sich auch gegen Hanau nicht ändern. Seine Mannschaft gab dafür bislang auch wenig Anlass zur Sorge. Zuletzt spielt man beim 3:0 in Flieden die eigene Stärke souverän aus und ließ gegen einen deutlich schwächeren Gegner nichts anbrennen. "Wir gehen in jedes Spiel als wäre es ein Spitzenspiel, egal, ob es gegen Aufstiegs- oder Abstiegskandidaten geht", beschrieb auch Moritz Reinhard die momentane Stärke.

Von einem Duell auf Augenhöhe dürfte im Vorfeld diesmal keiner reden, zu klar sind die Rollen verteilt. Doch wie bei jedem anderen Spiel, gilt auch am Dienstag: Los geht’s erstmal bei 0:0. Hanau sollte man auch in einer Schwächephase nicht abschreiben. 

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