HANAU

Richtfest im Erlenweg: Für Inklusion und bezahlbaren Wohnraum

Hier entsteht bazahlbarer Wohnraum im Stadtteil Lamboy: 44 Wohnung davon zwölf für Menschen mit Behinderung sollen bis 2021 fertiggestellt werden. - Fotos: Lena Riemann

15.08.2019
von: Lena Riemann

"Das Konzept für bezahlbaren Wohnraum heißt: bauen, bauen, bauen - nur das ist die Lösung", sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Mittwochabend in Hanau. Die Stadt lud zusammen mit dem Behinderten-Werk Main-Kinzig (BWMK) und der Baugesellschaft Hanau (BGH) zum gemeinsamen Richtfest in den Erlenweg ein. Hier sind in den vergangenen Monaten zwei fünfstöckige Neubauten entstanden, die nicht nur der Wohnungsnot in der Brüder-Grimm-Stadt beikommen, sondern auch Menschen mit Behinderung ein inklusives Wohnen ermöglichen sollen. 

So entstehen im Stadtteil Lamboy 44 neue Wohnungen. Davon sind zwölf rollstuhlgerecht und Betreuungsräume des BWMK. Besonders wichtig war allen Beteiligten, dass in erster Linie bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird: "Es ist wichtig, die Balance zwischen Angebot und Nachfrage zu finden. Aber ein Überangebot an Wohnung und das quer durch die Stadt, wird langfristig gesehen, eine Preisdämpfung der Mieten erzielen", so OB Kaminsky. 

(von links): BGH Geschäftsführer Jens Gottwald, OB Claus Kaminsky, Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck und BWMK Vorstand Joachim Schröck
OB Claus Kaminsky im zukünftigen Gemeinschaftsraum des BWMK
Geschäftsführer der Baugesellschaft Hanau Jens Gottwald während seiner Ansprache

Nach der Ansprache des Oberbürgermeisters berichtete Geschäftsführer Jens Gottwald der BGH  über den Fortschritt der Bauarbeiten. "Im Februar 2019 wurden mit den Erdarbeiten begonnen und wir sind jetzt schon mit dem Rohbau fertig", so Gottwald. Der Bau sei so ganz im Zeitplan. "Im Sommer 2021 sollen alle Bauabschnitte in beiden Gebäuden fertiggestellt sein", berichtet der Geschäftsführer. Auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Joachim Schröck lobte die erfolgreiche Kooperation und betonte den Nachholbedarf für alters- und behindertengerechten Wohnraum. "Ein eigenständiges und selbstständiges Leben in einer eigenen Wohnung zu führen ist wichtig, und zwar für jeden Menschen. Hanau ist dabei richtungsweisend für solche Wohnprojekte", sagte Schröck. Vor dem Wohnkomplex kam es schließlich zum traditionellen Richtspruch. +++

Stellv. Vorstandvorsitzender Joachim Schröck

Der traditionelle Richtspruch durfte auch in Hanau nicht fehlen