Generalsekretär der Hessen-SPD

Christoph Degen im Interview: „Ampel wäre auch ein Modell für Hessen"

Christoph Degen - Foto: Radio mkw Facebook


Dienstag, 05.10.2021
von JÜRGEN HESS

WIESBADEN/GRÜNDAU - Der Generalsekretär der SPD Hessen, Christoph Degen, im Gespräch mit KINZIG.NEWS und Radio MKW über die Bundestagswahl, mögliche Koalitionen und was Hessens Landespolitik daraus lernen kann.

"Es ist zwar ein gutes Ergebnis gewesen, aber fantastisch ist es nicht. Ich glaube weder CDU noch SPD sollten sich zufriedengeben, wenn man unter 30 Prozent (Anm. d. Red. bei den Stimmen) ist. Eine Volkspartei muss den Anspruch haben, mindestens ein Drittel der Wähler zu erreichen und das ist keinem von uns gelungen", sagt Degen im Radiointerview. 

Die Fokussierung auf Kanzlerkandidat Olaf Scholz sei laut Degen richtig gewesen. "Trotzdem ist es so, dass Wahlkampagnen erst erfolgreich sind, wenn man einen Dreiklang hat. Aus einer überzeugenden Persönlichkeit mit Haltung, der man das zutraut. Und das ist bei Olaf Scholz so. Und wir haben uns sehr geschlossen bei der SPD gezeigt. Das Programm war natürlich auch eine gute Mischung", sagt der SPD-Generalsekretär. "Olaf Scholz steht für ein Stück Erneuerung, aber auch für Kontinuität."

Die SPD habe in den letzten Jahren laut Degen vieles richtig gemacht. "Aber das ist die ganze Zeit noch nicht so angekommen. Jetzt endlich wird es so angenommen, wie wir uns das auch erarbeitet haben." 

Ampel auch Modell für Hessen

"Wir sind mit Abstand stärkste Kraft in Hessen, das hatten wir so seit 20 Jahren nicht mehr. Das macht auch einfach Mut, weil wir auch in 2023 schon wieder Landtagswahlen. Das zeigt, dass die SPD in Hessen auch wieder Wahlen gewinnen werden kann." Und er zeigt sich auch offen für eine Ampel-Koalition in Hessen. "Eine Ampel funktioniert in Rheinland-Pfalz in der zweiten Wahlperiode schon sehr erfolgreich. Und natürlich kann das auch ein Modell für Hessen sein", sagt Degen. 

Im Hinblick auf die Vorhaben der Grünen sagt Degen: "Wir müssen mehr tun für den Klimawandel, aber sozial verträglich. Das ist unser Ansatz, für den wir Lösungen finden müssen." Mit Blick auf die Politik im Kreis, in der die SPD sehr stark ist, sagt er: "Ich glaube wir machen hier eine Politik, die ein gutes Gleichgewicht findet zwischen wirtschaftlicher Stärke aber auch Sozialpolitik."

Dieses Interview ist transkribiert. Das erste Mal zu hören war es vergangen Montag bei radiomkw - Die Main-Kinzig-Welle.

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