Vorwurf: Beleidigung

Erst erscheint er nicht, dann pöbelt er: Vater des Hanau-Attentäters vor Gericht

Der Angeklagte wird von einem Polizisten in den Verhandlungssaal geführt - Foto: picture alliance/dpa | Boris Roessler


Donnerstag, 07.10.2021

HANAU - Wegen Beleidigung muss sich der Vater des Attentäters des rassistischen Anschlags von Hanau am Mittwoch vor Gericht verantworten. Doch das war gar nicht so einfach. Denn: der Mann ist nicht erschienen und musste von der Polizei abgeholt werden. Als er dann da war, pöbelte er im Gerichtssaal herum. Das berichten mehrere Medien.

Mit zwei Stunden Verspätung wurde der Mann in den Gerichtssaal geführt. Zuvor musste die Polizei mit Schlüsseldienst anrücken, da der 74-Jährige die Tür nicht öffnete. Wie BILD.de berichtet, wirkte der Mann sehr verwirrt und sagte: "Ich lehne es ab, dass ich vor Gericht erscheinen muss, Handschellen angelegt bekomme, mich verteidigen muss, meine Wohnung verletzt wird."

Immer wieder soll er sich frech vor die Richterin gestellt haben und ihr ins Wort gefallen sein. Nach einer Unterbrechung wollte der Mann seine Personalien nicht angeben und beanstandete den Sachverständigen. Der Prozess wird fortgesetzt. 

Deshalb steht er vor Gericht

Die Hinterbliebenen der Opfer des Anschlags bezeichnete der 74-Jahre alte Mann in einer Anzeige nach einer Mahnwache als "wilde Fremde", sie sollten "das Maul halten" und sich "dem Deutschen Volk unterordnen". Doch das sollen laut Informationen des Hessischen Rundfunks nicht die einzigen Schreiben des Vaters sein. Der Mann behauptet auch, der Geheimdienst habe seinen Sohn getötet. 

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