„So etwas gibt es nicht oft in Deutschland“

Jökel Bau übergibt Mehrgenerationenhaus im wohnGut Oestrich-Winkel offiziell an Stadt

(von links) Geschäftsführer Peter Jökel, Aylin Basdemir (beide Jökel Bau), Frank Kirsch (Sozialstation), Julia Schilling (Jökel Bau), Bürgermeister Kay Tenge, Christiane Kompch-Maneshkarimi (Mehrgenerationenhaus) und Erster Stadtrat Björn Sommer - Foto: Bensing und Reith


Samstag, 09.10.2021

SCHLÜCHTERN - Das wohnGut Oestrich-Winkel ist ein rundum durchdachter Konzeptbau, den das Schlüchterner Unternehmen Jökel gemeinsam mit der Stadt Oestrich-Winkel erschaffen hat. Mit Leben gefüllt sind die insgesamt fünf Gebäude auf dem Areal schon seit Sommer. Jetzt hat Geschäftsführer Peter Jökel bei einem gemeinsamen Termin mit Bürgermeister Kay Tenge, Erstem Stadtrat Björn Sommer, den Jökel-Bauleiterinnen Julia Schilling und Aylin Basdemir sowie Verantwortlichen im Mehrgenerationenhaus offiziell die Schlüssel für eben jenes Gebäude übergeben. Und eine Spende über 2000 Euro hat der Jökel-Chef auch mitgebracht.

„Das Konzept ist wirklich etwas ganz Besonderes, das es so nicht oft in Deutschland gibt“, sagte Peter Jökel über das wohnGut Oestrich-Winkel und im Besonderen über das Mehrgenerationenhaus, das von der Stadt betrieben wird. „Da ist für alle Altersklassen was dabei!“

Die Schlüchterner Firma Jökel Bau hatte das komplette Gelände, das im Herzen Oestrich-Winkels liegt, vor gut vier Jahren gekauft und dafür anschließend gemeinsam mit der Stadt einen komplett neuen Bebauungsplan erstellt.

Seit dem Sommer ist das Gelände, auf dem sich mehrere eigenständige Gebäude befinden, bereits mit Leben gefüllt. Und es ist tatsächlich für jeden was dabei: Auf dem Areal stehen acht Reihenhäuser für junges Wohnen, ein Mehrfamilienhaus für Wohnen jeden Alters, eine Seniorenresidenz für rüstige Senioren sowie eine Anlage für betreutes Wohnen, in dem sich das Mehrgenerationenhaus der Stadt Oestrich-Winkel sowie unter anderem eine Tagespflege und eine Sozialstation befinden. Näheres zum wohnGut steht unten im Infokasten.

Das Mehrgenerationenhaus wird geleitet von Christiane Kompch-Maneshkarimi. Es bietet eine unglaubliche Vielfalt: Integrationsberatung, Jugendraum, Hebammensprechstunde, Präventionsrat, Freiwilligenagentur, Psychosoziale Kontaktstelle, Tagespflege, Sozialstation und vieles mehr. „Wir haben knapp 100 Kooperationspartner im Mehrgenerationenhaus“, sagte Kompch-Maneshkarimi. Und sie betonte: „Hier drin haben wir die Zukunft geparkt. Alles, was wir vorher bereits entwickelt hatten, passt in dieses neue Gebäude prima rein – und kann hier problemlos weiter wachsen.“

Oestrich-Winkels Bürgermeister Kay Tenge sagte: „Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken. Wir sind zwar nicht immer den geraden Weg gegangen, das Ziel war aber stets klar. Das Mehrgenerationenhaus ist ein nahezu perfekt gestaltetes Gebäude. Ich bin sehr zufrieden damit.“ Alles, was zum absoluten Glück noch gefehlt hätte, sei ein Kita gewesen. „Aber die bauen wir ja jetzt woanders“, sagte der Rathauschef.

Begeistert zeigte sich auch Erster Stadtrat Björn Sommer: „Das Projekt ist nicht nur irgendeine Wohnsiedlung, nein – hier herrscht richtig Leben.“ Die Befürchtungen der Oestrich-Winkeler Bürger, dass die Wohnungen von Spekulanten aufgekauft würden, hätten sich schnell zerschlagen. „Hier haben sich ganz viele Einheimische angesiedelt“, sagte Sommer. „Man trifft hier sehr viele Leute, die man kennt. Das ist unglaublich toll.“

Auf die Zusammenarbeit kam Peter Jökel zu sprechen: „Wir hatten einen ambitionierten Zeitplan. Und wir konnten ihn einhalten, obwohl wir einen komplett neuen Bebauungsplan aufstellen mussten. Das geht natürlich nur, wenn die Kommunikation gut und das Vertrauen da ist. Und das war hier definitiv der Fall.“

Dieses Dankeschön gab Frank Kirsch, im Mehrgenerationenhaus für die Sozialstation und die Tagespflege verantwortlich, zurück: „Die Wege waren immer kurz, wir haben uns super betreut gefühlt. Alle hatten dasselbe Ziel: Möglichst schnell fertig zu werden, damit wir einziehen können.“ Kirsch richtete seinen Dank besonders an die Jökel-Bauleiter Julia Schilling, Aylin Basdemir und Tim Müller sowie Abteilungsleiter Markus Mittag, die das Projekt vom ersten Tag an betreuten.

Blumen wollte Peter Jökel abschließend zwar keine überreichen – dafür viel lieber eine Spende in Höhe von 2000 Euro. Bürgermeister Kay Tenge freute sich: „Wow! Das ist sehr großzügig!“ Und der Oestrich-Winkeler Rathauschef wusste auch, wohin das Geld fließen soll: „Die eine Hälfte geht in die Stiftung Mehrgenerationenhaus, die andere in die Sozialstation.“ (pm)

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