Sie wurde vor 150 Jahren gepflanzt

Denkwürdiger Tag an der Friedenseiche in Hinkelhof

Die Friedenseiche lockt immer wieder zahlreiche Menschen an - Fotos: Walter Dörr


Dienstag, 12.10.2021
von WALTER DÖRR

SCHLÜCHTERN - Mehrmals traf sich der Vollmerzer Ortsbeirat an der Friedenseiche in Hinkelhof mit Hartmut Kind vom Planungs- und Architekturbüro SP PLUS in Bad Nauheim, der das Schlüchterner integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) betreut, und den bei der Stadt Schlüchtern für Liegenschaften zuständigen Sachbearbeitern.

Die Gestaltungsvorschläge des Vollmerzer Ortsbeirates für das Umfeld der Friedenseiche wurden weitgehend akzeptiert, und so konnte das Projekt in Angriff genommen und realisiert werden. Seit 2018 ist die Stadt Schlüchtern mit allen Stadtteilen als gesamtkommunaler Förderschwerpunkt für das hessische Dorfentwicklungsprogramm anerkannt. Am Einweihungstag herrschte Kaiserwetter und so kamen viele zur Einweihungsfeier des umgestalteten Ortseingangs mit der historischen Eiche, die das Wahrzeichen des Dorfes darstellt. Mit Basaltsteinen wurde eine Fläche gepflasterte, darauf eine rustikale eichene Holzsitzgruppe platziert und das Ganze umpflanzt. 

Der Platz lädt jetzt zum Treffen der Bürger und zum Rasten der vorbeikommenden Radfahrer und Wanderer ein. Außerdem wurde eine Tafel aufgestellt, die über die 150jährige und stattliche Friedenseiche informiert (QR-Code). 1871 pflanzt ein Drechsler namens Förster den Baum zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. 

Gestaltung von Ortsbeirat entworfen

Der Vollmerzer Ortsvorsteher Hans-Joachim Kirchner sprach in seiner Begrüßung von einem denkwürdigen Tag und hieß besonders Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller mit den an der Maßnahme beteiligten Mitarbeitern Thomas Rau, Moritz Föller und Marc Lotz willkommen. Wie Kirchner sagte, sei alles in kurzer Zeit und ohne viel Bürokratismus ermöglicht worden. Er sei zwar erst seit einem halben Jahr Ortsvorsteher, aber er betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sehr gut geklappt habe. 

Ein Gruß galt dem ehemaligen Ortsvorsteher Bruno Friedrich, den anwesenden Bürgern aus Vollmerz, Ramholz und Hinkelhof sowie aus Gundhelm. Kirchner dankte Robin und Bendix Fehl, die gepflastert und für die Anpflanzungen gesorgt haben, und Florian Kirchner für die Gestaltung und Herstellung der Sitzgruppe – natürlich aus Eichenholz. Mit der Enthüllung des Infoschildes durch Ortsbeiratsmitglied Manfred Schmidt dankte der Ortsvorsteher Rainer Raab, Sannerz für die Beschriftung und der Firma Vornwald-Systems, Altengronau für den Rahmen der Tafel. „Die Gestaltung des Schildes wurde von uns, dem Ortsbeirat, entworfen,“ betonte stolz der Ortsvorsteher. 

Dorferneuerung läuft seit 2018

Ein weiterer Dank galt dem Verein „Rock am Hinkelhof“ für die Bewirtung bei der Einweihungsfeier, und Markus und Ramona Klüh, die für das leibliche Wohl sorgten. Hans-Joachim Kirchner hob die gute Zusammenarbeit im Vollmerzer Ortsbeirat hervor. „Ihr habt euch unheimlich engagiert, um dies alles zu ermöglichen.“ Kirchner zitierte zur Geschichte der Friedenseiche aus einer Abhandlung von Jan Market aus dem Jahr 2016. Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller grüßte alle Anwesenden, besonders auch die zugezogenen Neubürger. 

Das Dorferneuerungsprogramm werde seit 2018 und bis Ende 2026 in der Innenstadt und allen 13 Stadtteilen durchgeführt. Der Dorfplatz an der Friedenseiche in Hinkelhof sei das erste fertiggestellte IKEK-Stadtteilprojekt. Neben öffentlichen Projekten würden im Rahmen von IKEK auch private Maßnahmen gefördert, warb der Bürgermeister. 101 Projekte seien bereits beantragt worden, so Möller. In geselliger Runde und fröhlichen Gesprächen saß man noch lange beisammen und ließ es sich gut gehen.

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