Der Weg ist frei: Stadtverordnete befürworten neue Joh-Pläne
Samstag, 25.05.2019
von Moritz Pappert
GELNHAUSEN - Mit einstimmigem Beschluss haben die Stadtverordneten am Mittwochabend die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) mit zeitnahen Verkaufsverhandlungen mit der Sparkasse beauftragt. Wie die GNZ berichtet, waren aus den Fraktionen durchweg positive Stimmen zu den Plänen zu hören. Lediglich Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) blieb auffallend wortkarg.
Die Verwaltungsvorlage sieht zeitnahe Verhandlungen mit der Sparkasse vor, um das ehemalige Kaufhaus Joh und mögliche Parkplatzflächen an das Kreditinstitut zu verkaufen. Eine zweite Vorlage befasste sich mit dem direkt angrenzenden Ditzel-Haus, das sich derzeit noch im Besitz der „Barbarossa City Outlet GmbH & Co. KG“ befindet. Die Stadt hat sich ein Vorkaufsrecht für das Gebäude gesichert, das allerdings nur dann genutzt werden soll, wenn die Sparkasse einen entsprechenden Bedarf für das Ditzel-Haus anmeldet. Auch diese Vorlage nahmen die Stadtverordneten einstimmig an.
CDU-Fraktionsvorsitzenden Christian Litzinger äußerte sich ausschließlich positiv über das Vorhaben: "Heute ist ein guter Tag für Gelnhausen, weil endlich alle an einem Strang ziehen.“ Differenzierter bewertete der Fraktionschef der Grünen, Bernd Wietzorek, die neuen Pläne. „Gelnhausen ist keine Einkaufsstadt mehr. Diese Zeiten sind vorbei. Wir sollten deshalb eher darauf achten, Gelnhausen als Gesundheits-, Schul- und Familienstadt zu stärken", so Wietzorek.
Dem Rathaus und Bürgermeister Glöckner riet Wietzorek, laut GNZ, das Projekt eng zu begleiten: „Es wäre ein Armutszeugnis für die Stadt, wenn wir uns jetzt zurücklehnen und die Entwicklung alleine der Sparkasse und dem Kreis überlassen.“ +++