Dialog steht im Vordergrund

Zusätzliche Fußbälle sorgen für mehr Fairplay auf der Sportanlage

Faire Bälle für ein faires Miteinander übergab Bürgermeisterin Monika Böttcher an Jörg Teicher vom FC Germania Dörnigheim (rechts). - Foto: Stadt Maintal


Donnerstag, 18.11.2021

MAINTAL - Zwei große Netze brachte Bürgermeisterin Monika Böttcher mit, als sie kürzlich auf das Sportgelände an der „Dicken Buche“ in Dörnigheim kam. Darin: Fußbälle. Die Sportgeräte stehen für faires Miteinander – sowohl auf der Sportanlage als auch in Produktion und Handel. Denn die Fairtrade-Fußbälle sollen künftig die gemeinsame Nutzung des Sportzentrums durch unterschiedliche Vereine weiter erleichtern.

Seit der Einweihung des für 5,7 Millionen Euro errichteten neuen städtischen Sportzentrums im Herbst 2018 nutzen gleich drei Vereine die Sportanlage für ihren Trainings- und Spielbetrieb: die beiden Fußballvereine Germania Dörnigheim und Dörnigheimer SV sowie die Tennisgemeinschaft (TGS) Dörnigheim. Seitdem sammeln die Vereine vielfältige Erfahrungen, was Abstimmungen und das Miteinander betrifft. Die zusätzlichen Fußbälle sind dafür ein schönes Beispiel, denn sie sind eine pragmatische und günstige Lösung im Vergleich zum Errichten eines Zauns.

Wie das? Ganz einfach: So mancher Hochschuss des ambitionierten Fußballnachwuchses flog in der Vergangenheit schon mal über den Zaun zu den angrenzenden Tennisplätzen und landete im roten Sand des Courts. Die Kicker spurteten meist hinterher und sammelten die einzelnen Bälle wieder ein. Dabei hinterließen sie zum Verdruss der Tennisteams mit ihren Stollenschuhen tiefe Abdrücke.

Fair gehandelter "Kreislauf"


Hier war von Seiten eines Vereins zunächst die Erhöhung des Zauns angeregt worden. Nach einem von Bürgermeisterin Böttcher initiierten Gespräch mit allen Beteiligten schon Ende letzten Jahres konnte jedoch eine niedrigschwellige Lösung gefunden werden, wonach eine größere Anzahl von Bällen für Abhilfe sorgen soll. Denn durch die zusätzlichen Exemplare dürfen verschossene Bälle vorerst einfach liegenbleiben. Die Tennisspieler oder der Platzwart sammeln diese dann bei nächster Gelegenheit ein und geben sie den Fußballspielern zurück. Das genaue Prozedere stimmen die Vereine untereinander ab. Ein Kreislauf also, noch dazu ein fair gehandelter.

„Das Konzept unseres Sportzentrums ,Dicke Buche‘ ist, dass hier mehrere Vereine eine gemeinsame Heimat gefunden haben mit jeweils optimalen Trainingsmöglichkeiten. Deshalb stehen das Miteinander und der Dialog im Vordergrund. Bevor also Unmut über verschossene Fußbälle aufkommt und mögliche Schäden auf dem Tennisbodenbelag entstehen, sind die neuen Bälle ein Beitrag zur Lösung, der eine Zaunerhöhung überflüssig macht“, so Böttcher anlässlich der Ballübergabe an Jörg Teicher, Jugendtrainer des FC Germania Dörnigheim, und Helke Reneerkens von der TGS Dörnigheim. (pm)

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