Haushaltsentwurf für 2022

Erhöhung der Kitagebühren in Hasselroth

Trotz eingeplanter Gebührenerhöhungen im Kita-Bereich weist der Haushaltsentwurf für 2022 ein ordentliches Defizit von fast einer Million Euro auf. - Foto: pixabay


Freitag, 19.11.2021

HASSELROTH - Steuer- oder Gebührenerhöhungen – es ist eine unangenehme Wahl, vor die Bürgermeister Matthias Pfeifer die Hasselrother Gemeindevertreter gestern Abend gestellt hat, um das strukturelle Finanzproblem der Gemeinde mittelfristig abzumildern. Bereits der Entwurf für den Jahresetat 2022, den der Rathauschef in der Sitzung einbrachte, rechnet mit einer Erhöhung der Kitabeiträge. Dennoch verzeichnet der Plan ein ordentliches Defizit von fast einer Million Euro, das nur durch die Auflösung erwirtschafteter Rücklagen aus den Vorjahren im Jahresergebnis ausgeglichen werden kann. Jetzt muss sich der Haupt- und Finanzausschuss mit dem Entwurf beschäftigen. Die Diskussionen dürften heftig werden.

Es sind nicht nur die Auswirkungen der Corona-Krise, die den Hasselrother Finanzplanern derzeit Kopfschmerzen bereiten. Doch die Pandemie hinterlässt deutliche Spuren in der Kommune. Fast 50 Prozent der Gemeindeeinnahmen stammen von der Einkommens- und Gewerbesteuer. Und die sind im Zuge der Krise deutlich gesunken. Bedingt durch eine frühzeitig ausgesprochene Haushaltssperre, eine sparsame Ausgabenpolitik und die Hilfen von Bund und Land schloss der Hasselrother Haushalt 2020 dennoch mit einem Überschuss von 1,8 Millionen Euro ab. Nicht so der Etat im laufenden Jahr. (mab)

Dieser Artikel ist zuerst in der GNZ erschienen. Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe vom 19. November.

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