"Regeln schärfer als von Regierung gefordert"

Weihnachtsmarkt glitzert für besonnene Besucher – Maximalkapazität erhöht

Der märchenhafte Weihnachtsmarkt lockt vom 22. November bis zum 22. Dezember auf den Marktplatz. - Archivfotos: KN/Tobias Rehbein


Donnerstag, 25.11.2021

HANAU - "Der Start unseres Weihnachtsmarktes ist gelungen", äußert sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky über die ersten Tage auf dem bunt geschmückten Marktplatz. "Die Sehnsucht nach ein paar unbeschwerten Stunden mit Familie und Freunden bei Weihnachtsmusik, den passenden Speisen und Getränken in friedvoller Stimmung zu genießen, hat die Menschen dazu bewogen, besonders rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Ich freue mich sehr, dass die Besucherinnen und Besucher unser wohl überlegtes Angebot mit großer Freude und sehr besonnen annehmen", so der OB.

Kaminsky weist darauf hin, dass auch weiterhin dort Maske zu tragen ist, wo mehrere Menschen eng beieinanderstehen. "Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Menschen haben gerade in dieser schwierigen Corona-Zeit unsere besondere Aufmerksamkeit", so der Oberbürgermeister, der feststellt, dass die Stadt Hanau die Anforderungen der Hessischen Landesregierung übererfülle, die Weihnachtsmärkte nicht verbiete, sondern lediglich auf Maskentragen im Gedränge verweise.

Gemeinsam mit Ordnungsamt, Hygieneteam und Stadtmarketing sei frühzeitig entschieden worden, den Weihnachtsmarkt mit hüfthohen Gittern zu umzäunen und drei Eingänge zu schaffen, an denen die von der Stadt Hanau auferlegte 3G-Regel (genesen, geimpft oder getestet) kontrolliert werde. Mit der Umzäunung und der Einlasskontrolle habe die Stadt Hanau Sicherheitsregeln geschaffen, "die weiter als die Vorgabe des Landes Hessen gehen". Zur Entzerrung dienten die drei Eingänge, die auch Ausgänge seien sowie zwei weitere reine Ausgänge. Standbetreiber und Schausteller sorgten mit rustikalen, weihnachtlichen Hütten – allerdings zehn weniger als in vorherigen Jahren – für die passende Stimmung, die Buden hätten einen größeren Sicherheitsabstand.

"Uns als Stadt Hanau und mir ganz persönlich ist es wichtig, in diesem Winter wieder einen Weihnachtsmarkt am Brüder-Grimm-Denkmal anzubieten. Bei aller gebotenen Vorsicht geben wir der Zuversicht hier ihren verdienten Raum", so Oberbürgermeister Kaminsky. "Die Regeln der Landesregierung geben uns recht und auch die Einschätzungen von Experten."

Von 1.250 auf 1.500 Besucher erhöht

Drei Eingänge wurden installiert, an denen die von der Stadt Hanau auferlegte 3G-Regel (genesen, geimpft oder getestet) kontrolliert wird.
Drei Eingänge wurden installiert, an denen die von der Stadt Hanau auferlegte 3G-Regel (genesen, geimpft oder getestet) kontrolliert wird.

Ebenfalls aus Sicherheitsgründen hat Hanau die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig auf dem Weihnachtsmarkt befinden, auf 1.250 beschränkt. Am Montag, dem Eröffnungstag, besuchten etwa 5.600 Menschen den weihnachtlichen Zauber, am Dienstag waren es etwa 5.500 – jeweils über den ganzen Tag verteilt. Die meisten erwachsenen Besucherinnen und Besucher – mehr als 95 Prozent, so die Stichproben – waren geimpft. "Die ersten Erfahrungen haben uns gezeigt, dass mit der bisherigen Begrenzung sehr viel Platz gewesen ist. Da es bereits hin und wieder zu kleineren Schlangen am Einlass gekommen ist, haben wir nun entschieden, die Maximalzahl auf 1.500 Besucherinnen und Besucher festzusetzen", erklärt Kaminsky.

"In Hanau ist es uns möglich, für besondere Sicherheit zu sorgen. Unser großer Marktplatz macht mehrere Zugänge und die weiträumigen Stellflächen möglich. Kleinere Kommunen können das meist nicht leisten", so der OB. Ein Vergleich mit kleineren Gemeinden aus Hessen, die ihre Märkte teilweise abgesagt hätten, hinke: "Keine andere hessische Großstadt, also Städte mit 100.000 und mehr Einwohnerinnen und Einwohnern, hat ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. Für Einzelhandel, Gastronomie und die leidgeplagte Schausteller-Branche ist es schlicht eine Existenzfrage, dass sie ohne staatliche Unterstützung ihre Familien ernähren können."

Eine Absage sei für Hanau deshalb nicht in Frage gekommen. Kaminsky: "Weihnachtsmärkte sind erlaubt, das Ansteckungsrisiko ist sehr, sehr gering. Und wir sorgen durch die Zugangskontrollen für mehr Sicherheit als sie etwa beim Bahnfahren herrscht." Daher halten wir die jetzt getroffenen Maßnahmen weiterhin für verantwortbar. (pm/sh)

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