Nach Rauswurf von Integrationshelfer

Gelnhausens Bürgermeister verteidigt Entscheidung

Das Ziel der „Brückenbauer.Gelnhausen“ ist es, Brücken zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Herkunft zu bauen. Diese Torte als Symbol des Grundgedankens des Vereins gab es anlässlich des vierten Geburtstags im Jahr 2019. - Foto: re (GNZ)


Donnerstag, 25.11.2021

GELNHAUSEN - Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) hat auf den GNZ-Artikel „Integrationshelfer in Not: Stadt setzt ‚Brückenbauer‘ vor die Tür“ reagiert und am Mittwoch eine Stellungnahme der Stadt nachgeliefert. Darin betont er, „im Interesse aller Betroffenen gehandelt“ zu haben und stellt eine „einvernehmliche Lösung auf anwaltlicher Ebene“ in Aussicht. Auf die Kritik des Vereins am Verhalten der Stadt geht er in seinem Schreiben indes ebenso wenig ein wie auf die sieben Fragen, die ihm die GNZ am vergangenen Donnerstag gestellt hatte.

Wie bereits berichtet, hat die Stadt Gelnhausen eine Nutzungsvereinbarung mit dem Verein für seine Räume „Am Schandelbach 5“ aufgelöst und die Integrationshelfer damit vor die Tür gesetzt. Als Grund wurden „erhebliche Brandschutzmängel“ genannt, die bei einer Brandschutzbegehung festgestellt worden seien. Der Bürgermeister hatte in der Folge eine weitere Nutzung der Räume zum Schutz aller Personen untersagt und um eine zeitnahe Räumung gebeten. Die „Brückenbauer.Gelnhausen“ hatten das Vorgehen der Stadt kritisiert und insbesondere bemängelt, dass ihnen keine Alternative aufgezeigt worden sei und es noch nicht einmal ein Gesprächsangebot seitens des Bürgermeisters zu einer Lösung des Raumproblems gegeben habe.

Die GNZ hatte daraufhin am vergangenen Donnerstagnachmittag eine Presseanfrage zu diesem Thema an Glöckner gerichtet. Eine Stellungnahme seitens der Stadt war bis zum Dienstag jedoch ausgeblieben. Am gestrigen Mittwoch, nach dem Erscheinen des GNZ-Berichts, meldete sich der Gelnhäuser Rathauschef in einer Mitteilung dann doch noch zu Wort. (mb)

Dieser Artikel ist zuerst in der GNZ erschienen. Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe vom 25. November.

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