STIKO zuversichtlich

Impfempfehlung für Kinder von fünf bis elf Jahren noch 2021?

Man erwarte seitens der Kommission die erste Auslieferung des Kinderimpfstoffes Ende Dezember dieses Jahres. - Symbolbild Pixabay


Donnerstag, 25.11.2021

MAIN-KINZIG-KREIS - Lange wurde gerätselt, wann es soweit ist, nun macht die Ständige Impfkommission (STIKO) erste konkrete Angaben, wann eine Impfempfehlung für Kinder von fünf bis elf Jahren kommen soll. Das Gremium zeigte sich in der Vergangenheit mit Impfempfehlungen im Vergleich zu Expertenkommissionen anderer Länder eher zurückhaltend. In mehreren Ländern - zum Beispiel in den USA, Israel und Kanada - werden Kinder schon seit einiger Zeit erfolgreich gegen das Coronavirus geimpft. Allein in den USA wurden bereits über zwei Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren geimpft.

Man erwarte seitens der Kommission die erste Auslieferung des Kinderimpfstoffes Ende Dezember dieses Jahres. Bis dahin zeigt man sich optimistisch, alle wissenschaftlichen Daten ausgewertet zu haben und somit eine Empfehlung auf einem soliden Fundament abgeben zu können. Zurzeit arbeite man mit Hochdruck daran.

Wissenschaftlich eingehend untersucht


Das Bundesgesundheitsministerium rechnet ab dem 20. Dezember mit einer Lieferung von mehr als zwei Millionen Dosen des Kinderimpfstoffes. Der Impfstoff für Kinder wird vom Mainzer Unternehmen Biontech gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer hergestellt. Er entspricht dem Impfstoff für Erwachsene. Lediglich die Dosierung ist für die Kinder angepasst worden. Während Erwachsene 30 µg pro Dosis erhalten, sind es bei Kindern 10 µg. Somit ist seitens der Hersteller ein anderes Abfüllverfahren notwendig.

Die Kinderimpfung wurde wissenschaftlich eingehend untersucht und die Ergebnisse sind im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht. Laut den Autoren zeige die Impfung ein günstiges Sicherheitsprofil und es seien „keine schweren impfbedingten Nebenwirkungen beobachtet worden“. Man konnte lediglich „milde und vorübergehende Reaktionen“ beobachten. Hierzu zählten Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder Kopfschmerzen und Fieber. Die Impfung sei somit sicher und effektiv, lautet das Fazit.

Während in Deutschland die Impfung von Kindern vorbereitet wird, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Blick auf die globale Pandemiesituation gerichtet. Laut WHO haben Kinder und Jugendliche in der Regel leichtere Verläufe als ältere und vorerkrankte Menschen. Aktuell solle man laut WHO Kinder impfen, deren Risiko für einen schweren Verlauf erhöht sei.

Zu den relevanten Risikofaktoren zählt die WHO unter anderem Übergewicht, Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Asthma. Es sei insgesamt weniger dringlich, die Gruppe der nicht vorerkrankten Kinder zu impfen, zumal die Impfquote in vielen armen Ländern noch sehr niedrig sei und diese Länder auch auf Impfstoffspenden angewiesen seien. (ab)

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