Fehlende Nerven in der Crunchtime

White Wings verlieren knapp in Gießen

Diese Woche gingen die Basketballer leer aus. - Archivfoto: White Wings Hanau


Sonntag, 05.12.2021

HANAU - Im zweiten Hessenderby der Saison wollten die WHITE WINGS Hanau an die Erfolge der vorangegangenen Spiele anknüpfen und erneut einen Sieg einfahren. Und obwohl es die Mannschaft von Headcoach Kamil Piechucki über das gesamte Spiel immer wieder schaffte, die Partie ausgeglichen zu gestalten, schafften die Hanauer es am Ende nicht, die Depant GIESSEN 46ers Rackelos zu schlagen. Denkbar knapp verloren die Grimmstädter das Auswärtsspiel mit 73:72.

Den besseren Start hatten zunächst die Gastgeber erwischt. Gießen zeigte bereits früh, welche Spieler an diesem Abend besonders gefährlich werden sollten: Sebastian Brach, Viktor Ziring, Tim Uhlemann und Johannes Lischka brachten in den ersten zehn Minuten 25 Zähler auf das Scoreboard. Damit zeigte sich jedoch auch früh ein Defizit des Hanauer Spiels: Dem Team gelang es nicht, die beiden Leistungsträger Uhlemann und Lischka zu limitieren. Beide legten am Ende 21 Punkte auf, Uhlemann erzielte zudem ein Double-Double mit elf Punkten.

Trotzdem: Die Hanauer blieben dran. In Viertel zwei und drei übernahm die Mannschaft stärker die Kontrolle über das Spiel. Zwischenzeitliche Zehn-Punkte-Rückstände wurden egalisiert, am Ende des dritten Spielabschnitts stand es ausgeglichen 55:55.

Ein Punkt entscheidet das Spiel

Im letzten Spielabschnitt hatte das Team sich somit in eine gute Ausgangslage gebracht, um doch noch die Auswärtspunkte mitzunehmen. Und gleich mehrfach ging das Team in Führung, zwischenzeitlich sogar mit fünf Punkten. Am Ende behielten die 46ers in der äußerst engen Spielsituation die Nerven, holten die Rückstände wieder auf und konnten die White Wings ab der 37. Spielminute stets – wenn auch denkbar knapp – auf Distanz halten. Auf der Gegenseite hingegen hatten die WHITE WINGS Hanau in der letzten Spielminute gleich zwei Mal die Gelegenheit, den Spielstand von 73:72 noch auszugleichen. Beide Male versuchten es die Spieler per Distanzwurf, beide Male scheiterten sie jedoch. So gewannen die Gießener das Spiel hauchdünn mit einem Punkt Vorsprung.

Headcoach Kamil Piechucki: „Es hat sich gezeigt, dass wir für eine Partie wie heute zu
wenige Crunchtime-Spieler im Aufgebot haben. Man hat uns angesehen, dass für eine
solche Situation, in der man das Spiel mit nur einer erfolgreichen Offensivaktion noch
drehen kann, über zu wenig Erfahrung verfügen. Kommende Woche steht nun wieder ein
schwererer Gegner auf dem Programm, da müssen wir uns besser präsentieren.“

Für die WHITE WINGS Hanau spielten:

Dewrell „JD“ Tisdale (23 Punkte/4 Assists/2 Rebounds) Philip Hecker (0/1/8)
Niklas Krause (19/2/2) Jonas Stenger (0/0/0)
Irvin Katumbayi (0/0/0) Stefan Vasovic (5/1/1)
Philipp Walz (9/1/4) Victor Demetrio (6/2/7)
Luca Eibelshäuser (0/0/0) Matthias Fichtner (10/1/6) (pm)

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