Tablette soll vor schweren Verläufen schützen

Deutschland kauft eine Million Packungen des Anti-Covid-Medikaments Paxlovid

Das Medikament soll schwere Krankheitsverläufe verhindern - Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON


Mittwoch, 29.12.2021
von FELIX HAGEMANN

BERLIN - Es ist eine weitere Nachricht, die Hoffnung macht, im Kampf gegen Corona. Die Bundesregierung hat eine Million Packungen des neuen Covid-Medikaments Paxlovid gekauft. Die Tablette der US-Firma Pfizer soll vor schweren Covid-Verläufen schützen.

"Das Medikament ist extrem vielversprechend, weil es in der frühen Gabe den schweren Verlauf von Covid deutlich abschwächen kann. Ich rechne damit, dass wir damit zahlreiche schwere Verläufe auf den Intensivstationen verhindern können", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Zunehmend bekomme man so die Perspektive, eine weitere therapeutische Option zu ermöglichen, sagte der SPD-Politiker weiter. "Langsam wird Covid durch eine Kombination von immer wirksameren Impfstoffen und Behandlungsmöglichkeiten zu einer Krankheit, die ihren Schrecken verlieren wird."

Lauterbach kündigte eine Notfallzulassung für das neue Medikament an, damit Paxlovid sofort bei Lieferung eingesetzt werden könne. Mit ersten Lieferungen werde noch im Januar gerechnet, so der Gesundheitsminister weiter.

Kein Ersatz für Impfung

 

Paxlovid ist das erste Anti-Covid-Mittel, das in Tablettenform eingenommen wird. Patienten nehmen über fünf Tage zweimal täglich jeweils drei Tabletten ein. Nach Angaben des Herstellers von Anfang November verhindern die Pillen sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen um 89 Prozent senke.

Allerdings ist das Medikament vor der Zulassung bei weit weniger Menschen getestet worden als die Impfstoffe. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte erklärt, dass die Tablette für die breite Bevölkerung kein Ersatz für eine Impfung sei.

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