Querdenker-Spaziergänge

Verein "Hand aufs Herz" stärkt Landrat den Rücken

Der hessische Verein Hand aufs Herz stellt sich uneingeschränkt hinter die Forderung von Landrat Thorsten Stolz . - Grafik: Hand aufs Herz e.V.


Montag, 03.01.2022

MAIN-KINZIG-KREIS - "Der hessische Verein 'Hand aufs Herz' stellt sich uneingeschränkt hinter die Forderung von Landrat Thorsten Stolz, sich nicht an den so genannten 'Spaziergängen' der von radikalen Impfgegnern, Coronaleugnern, Reichsbürgern, Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern durchsetzten Querdenkerbewegung zu beteiligen." Dies teilt der Verein in einer Pressemeldung mit.

Gleichzeitig begrüße der Verein die klare Erwartungshaltung des Landrats an Polizei- und Justizbehörden, die Initiatoren dieser nicht genehmigten Spaziergänge und rechtswidrigen Versammlungen klar zu sanktionieren und die Teilnahme zu ahnden.

"Kritische Distanz zu dieser demokratiefeindlichen Bewegung, die die pandemiebedingten Probleme der Menschen für ihre radikalen Ziele instrumentalisiert, ist jetzt genauso Pflicht wie klare Kante des Staates gegen das weitere Aufstacheln weiter Teile unserer Gesellschaft über soziale Medien wie Telegram und bei als Spaziergängen getarnten rechtswidrigen Kundgebungen. Wir dürfen das als wehrhafte Demokratie nicht weiter tolerieren", so die "Hand aufs Herz"-Vorsitzenden Alexander Schopbach und Julia Hott.

Mit ihrer Solidarität gegenüber Landrat Thorsten Stolz möchten sie als Verein der demokratischen Mitte auch weitere Landräte und Politiker dazu ermutigen, wie Thorsten Stolz deutliche Worte zu finden. Denn angesichts des Radikalisierungsausmaßes sei nun der Staat mit konsequentem Handeln gefordert.

"Hand aufs Herz" habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Gegenkundgebungen zu Querdenker-Aufmärschen und AfD-Wahlkampfveranstaltungen im gesamten Main-Kinzig-Kreis organisiert und unterstützt.

"Mit Blick auf die aktuelle Pandemieentwicklung, aber auch aufgrund der Tatsache, dass wir unsere Sicherheit und die unserer Kundgebungsteilnehmer nicht mehr ausreichend gewährleistet sehen, verzichten wir zunächst auf Gegenkundgebungen", heißt es weiter in der Pressemitteilung. "Angesichts des Radikalisierungsgrades müssen jetzt Politik, Behörden und Polizei mit allen zur Verfügung stehen rechtstaatlichen Mitteln handeln." (pm/sh)

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