Viele offene Fragen

Impfallianz nimmt Bund in die Pflicht: "Es besteht Klärungsbedarf"

Drei Impfungen sind der beste Schutz – vor einer Infektion mit Omikron und vor einem schweren Verlauf im Falle einer Erkrankung. - Symbolbild: KN/Hendrik Urbin


Donnerstag, 27.01.2022

WIESBADEN - Die Impfallianz aus hessischem Gesundheitsministerium, Ärzte- und Apothekerschaft sowie kommunaler Familie ist am Mittwoch zu einer weiteren Beratungsrunde zusammengekommen. Dabei haben die Mitglieder der Impfallianz den Beschluss der Länder-Gesundheitsminister vom Samstag bekräftigt, dass der Bund mit den Ländern zur Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht dringend die zahlreichen offenen Vollzugsfragen klären muss.

 „Auch unsere Kommunen haben weiterhin erheblichen Klärungsbedarf, beispielsweise bei der noch fehlenden Definition des Personenkreises, der zwingend der Impfpflicht unterliegen soll“, so Gesundheitsminister Kai Klose.

Novavax zunächst nur an Gesundheitsämter


Die Impfallianz tauschte sich auch zur Verteilung der ersten zu erwartenden Charge des Novavax-Impfstoffs aus. Von den zwei Millionen Dosen, die deutschlandweit ab dem 21. Februar 2022 ausgeliefert werden sollen, entfallen 130.000 bis 140.000 Dosen auf Hessen.

„Eine Verteilung von Kleinstmengen an alle Arztpraxen ist angesichts dieser zunächst eher überschaubaren Zahl nicht sinnvoll. Deshalb haben wir vereinbart, Novavax zunächst nur den Gesundheitsämtern zur Verfügung zu stellen, die Sonderimpftermine organisieren und die lokale Verteilung organisieren können“, sagt Hessens Gesundheitsminister Kai Klose. „Vordringlich sollte dann das von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht umfasste Personal Impfangebote mit diesem Impfstoff erhalten.“

Mit Blick auf die zuletzt vorgenommenen Anpassungen beim Status von mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson geimpften Menschen oder die Verkürzung des Genesenenstatus appellieren die Mitglieder der Impfallianz eindringlich an den Bund, solche Änderungen künftig besser und mit mehr Vorlauf vorzubereiten, damit die Gesundheitsämter als Kontrollbehörden sich besser darauf einstellen können.

Angesichts zuletzt sinkender Nachfrage bei den Impfungen richten der Minister, Ärzte- und Apothekerschaft sowie die kommunalen Vertreter den dringenden Appell an die hessischen Bürgerinnen und Bürger, ein Impfangebot in ihrer Nähe wahrzunehmen: „Drei Impfungen sind der beste Schutz – vor einer Infektion mit Omikron und vor einem schweren Verlauf im Falle einer Erkrankung. Also nutzen Sie die Chance, holen Sie sich jetzt Ihren Booster oder auch Ihre Erstimpfung, falls noch nicht geschehen“, so der Minister stellvertretend für alle Allianz-Mitglieder. (pm)

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