MAIN-KINZIG-KREIS

Digitalisierungsscout-Projekt erhält große Auszeichnung

(von links) Susanne Simmler, Bettina Müller, Andreas Westerfellhaus und Dieter Bien - Foto: Main-Kinzig-Kreis

04.09.2019
von: Lena Eberhardt/PM

Groß war die Schar der Gratulanten als Susanne Simmler, die Erste Kreisbeigeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ), den Auszubildenden Danijela Arezina, Selina Glück, Carolin Mewes, Charmaine Pohle und Thomas Schömbs und ihren Betreuern die Urkunde für eine besondere Auszeichnung überreichte. Neben Simmler gratulierten der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien, die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller, der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, die Leiterin Ausbildung des Instituts für Altenpflege, Monika Bernd und die Betriebsratsvorsitzende Belinda Schmidt. In dem von Monika Zimpel, der Geschäftsbereichsleiterin Personal, initiierten und von Nils Kornherr, dem Referenten für Digitalisierung, betreuten Projekt „Auszubildende als Digitalisierungsscouts“ hatten die Auszubildenden einen zweiten Platz erreicht.

Die Digiscouts der Alten- und Pflegezentren hatten dabei die Praxisanleitung während ihrer Ausbildung besonders in den digitalen Fokus gerückt. Bei der Praxisanleitung, die bei den APZ von ausgewiesenen Fachkräften wahrgenommen wird, geht es um die Kooperation mit der Pflege- bzw. Berufsfachschule beim Ausbildungsplan und um die Festlegung von Lernzielen für die Pflegeschüler. Insbesondere betrifft sie auch die Organisation der Betreuung und die Anleitung der Schüler am Praktikumsort und die Mitwirkung bei Prüfungen. Zum zweiten Platz und damit zum großen Erfolg führten folgende Meilensteine: Gelungene Kommunikation mit den beteiligten Abteilungen wie Schule und Praxisanleitungen, optimale Planung, Gestaltung und Ausarbeitung der digitalen Oberfläche in Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung des Hauses, inklusive Übergabe des Projektes an die IT-Abteilung, und ein praktischer Modellversuch, in dem die Präsentation und Vorführung des Projektes eingeschlossen war.

Erwehren mussten sich die APZ-Preisträger bei dem vom deutschlandweit agierenden digitalen Kompetenzzentrum in Eschborn (RKW) und von der Industrie- und Handelskammer durchgeführten und vom Bundesministerium für die Wirtschaft und Energie geförderten Projekt härtester Konkurrenz. Nicht weniger als 39 Auszubildende aus zahlreichen Unternehmen wie beispielsweise dem Kolping-Bildungswerk oder der DZ-Bank hatten als Digiscouts in den vergangenen sechs Monaten in ihren Betrieben Digitalisierungspotenzial aufgespürt und bei Betriebsprojekten umgesetzt. Bei dem Ziel, digitale Kompetenzen aufzubauen und sie in der Praxis umzusetzen, lagen die APZ-Ausbildenden knapp hinter den Kolping-Azubis auf dem zweiten Platz der Bewertungsscala.

Simmler betonte, dass das Projekt „Auszubildende als Digitalisierungsscouts“ ein guter und - durch die Auszeichnung untermauert- erfolgreicher Schritt ist, die Zukunftsaufgabe der „Digitalisierung des Pflegeheims“ mit Leben zu erfüllen und Auszubildende für die digitale Welt fit zu machen. Die Auszubildenden hätten in den Alten- und Pflegezentren gute Ideen entwickelt, wie Dinge digital besser gemacht werden können. „Erfreulich ist“, ergänzte Bien, „dass die Auszubildenden zuerst an sich selbst und ihre Ausbildung gedacht haben.“ Das Projekt „digitale Praxisanleitung“ habe nicht nur den Vorteil, dass die Auszubildenden das benötigte Fachwissen für die praktische Ausführung an den Bewohnern als auch für die bevorstehenden Abschlussprüfungen erlernen bzw. intensivieren können, es zeigte auch, dass sich die Alten- und Pflegezentren als attraktiver Ausbildungsbetrieb mit Zukunft darstellen. Der Geschäftsführer setzt darauf, dass diese erfolgreichen Schritte in der Digitalisierung der Ausbildung den einen oder anderen jungen Menschen motivieren, den Beruf einer Pflegehilfs- oder einer Pflegefachkraft zu erlernen.+++