MAIN-KINZIG-KREIS

Der Startschuss ist gefallen: Tausende Radler bei "Kinzigtal total" unterwegs - Video

Auch Landrat Thorsten Stolz ist mit dabei - Fotos: Moritz Pappert

08.09.2019
von: Moritz Pappert

Der Startschuss ist gefallen: Am Sonntagmorgen haben sich wieder tausende Radfahrer auf die knapp 80 Kilometer lange Strecke begeben, um ein Teil von "Kinzigtal total" zu sein. Von der Kinzigquelle im Sinntaler Ortsteil Sterbfritz geht es auf über 80 Kilometern bis zur Mündung in den Main bei Hanau.

Landrat Thorsten Stolz

"Kinzigtal total ist nicht mehr wegzudenken. Gerade, weil Fahrrad fahren voll im Trend liegt. Mein besonderer Dank gilt vor allem den 70 Polizeibeamten, Rettungskräften, Feuerwehren und den vielen ehrenamtlichen entlang der Strecke", so Landrat Thorsten Stolz, der von Sterbfritz bis nach Gelnhausen geradelt ist. Laut einer Umfrage benutzen 46 Prozent der Bürger im Main-Kinzig-Kreis gerne das Fahrrad. Auch Susanne Simmler, Heinz Lotz (SPD) und Christoph Degen (SPD) waren auf dem Rad mit dabei.

 Auch wenn der Tag nach anfänglichem Regen weitgehend trocken blieb, so sorgten der graue Himmel und die kühlen Temperaturen doch für eine deutlich geringere Resonanz als im vergangenen Jahr. Die Veranstalter schätzen über den Tag mehrere tausend begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich auf den autofreien Straßen tummelten.

Aber auch am Rand der Strecke wird auf dem längsten Straßenfest Hessens einiges geboten. Möglich wird diese Veranstaltung durch die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Vereinen und Verbänden und in ihren Heimatorten die Strecken säumen, Düfte vom Grill oder der Kaffeebar verströmen, Musiker auftreten lassen und ein insgesamt tolles Familienangebot bieten.

Alle Orte, von Schlüchtern, Bad Soden-Salmünster, über Gelnhausen, Gründau, Langenselbold oder Erlensee präsentieren an diesem Tag, wie vielfältig der Main-Kinzig-Kreis ist. Für einen reibungslosen Ablauf sorgen an diesem Tag auch wieder unzählige freiwillige Helferinnen und Helfer sowie zahlreiche Einsatzkräfte und Beschäftigte der Kommunen.

Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler berichteten von „vielen fröhlichen Menschen“, die ihnen auf dem Weg nach Gelnhausen begegnet waren. „Es gibt inzwischen eine große Zahl treuer Anhänger unseres Radlersonntags, die sich auch von trüben Aussichten nicht abschrecken lassen“, fassten sie ihre Eindrücke zusammen. Auffällig war auch in diesem Jahr der hohe Anteil von Familien, die gemeinsam unterwegs waren und die vielen Angebote nutzten.

Auch mit Blick auf die Rettungseinsätze konnten die Veranstalter mit dem Radlersonntag zufrieden sein. Bis zum späten Nachmittag wurden drei Stürze ohne schwere Verletzungen registriert. Ein Teilnehmer war am Vormittag ohne Außenwirkung bewusstlos auf der Strecke gefunden worden, konnte aber noch rechtzeitig medizinisch versorgt werden. 

„Die Veranstaltung hat ihre treuen Fans und erlebt vor allem durch die vielen Elektrofahrräder eine enorme Resonanz“, berichtete Landrat Thorsten Stolz nach seiner Ankunft in Gelnhausen am Main-Kinzig-Forum. Gemeinsam mit zahlreichen Begleitern hatte er wieder mehrere Stationen in Schlüchtern, Steinau und Wächtersbach angesteuert und sich bei den Helferinnen und Helfern für die Mitwirkung bedankt. Zufrieden zeigte er sich auch mit der über die Jahre gewachsenen Akzeptanz bei den Anwohnern und den Autofahrern.

Für gute Laune an der Strecke sorgten nicht nur die vielen Verpflegungsstände, Unterhaltungsangebote und Spielmöglichkeiten, sondern auch wieder die beliebte „Comedy-Polizei“, die den Verkehr auf der Frankfurter Straße regelte. In Neudorf sorgen die „Waschweiber“ des örtlichen Damensportclubs mit ihrem Programm für originelle Unterhaltung. 

Für Landrat Thorsten Stolz war die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder die beste Werbung für den Main-Kinzig-Kreis als Wohnort und Tourismusstandort. Außerdem bietet der Radlersonntag die großartige Chance der „direkten Vereinsförderung“, wie der Bürgermeister von Sinntal, Carsten Ullrich, beim traditionellen Startschuss im Ortsteil Sterbfritz betonte. Anschließend ging er mit guten Beispiel voran und radelte bis in das mittlere Kinzigtal.  

 KINZG.NEWS ist mit einem Team vor Ort und berichtet später ausführlich mit einem Video sowie Bilderserien. +++