"Entlastung und Bildungsperspektive"

Nidderauer Bertha-von-Suttner-Schule soll Oberstufe erhalten

Landrat Thorsten Stolz, Peter Ripkens, Elisabeth Kretzschmar-Wegner, Simone Studebaker, Harald Klose (Schulleiter), Sybille Michelsen, Bürgermeister Andreas Bär und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. - Foto: MKK-Pressestelle


Montag, 16.05.2022

NIDDERAU - Die Nidderauer Bertha-von-Suttner-Schule soll in den nächsten Jahren baulich und organisatorisch um eine Oberstufe erweitert werden. Das heißt, dass es eine weitere Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler im Westkreis geben wird, das Abitur zu erreichen.

Die Eckpunkte des Vorhabens haben Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann in Nidderau mit Vertretern der Schulleitung um Schulleiter Harald Klose, Vertretern des Schulpersonalrats sowie mit Bürgermeister Andreas Bär besprochen.

„Der Main-Kinzig-Kreis verfügt dann auf mittlere Sicht über drei noch stärkere Säulen für den gymnasialen Bereich: Wir bauen die Maintaler Albert-Einstein-Schule aus und somit das örtliche Gymnasium, wir haben die Kooperation mit dem Schulträger Stadt Hanau vorzeitig verlängert und wir schaffen mit der Erweiterung der Integrierten Gesamtschule in Nidderau um eine Oberstufe zusätzliche Kapazitäten für Schülerinnen und Schüler, ihr Abitur im Main-Kinzig-Kreis zu machen“, sagte Landrat Thorsten Stolz.

Schulkonferenz muss noch zustimmen


All diese Säulen wird der Main-Kinzig-Kreis in den neuen Schulentwicklungsplan einbauen und somit fest für die kommenden Jahre einplanen. Die ganz konkreten Planungsschritte wird der Kreis einleiten, wenn die Schulkonferenz in Nidderau zugestimmt hat.

Um Zustimmung warb schon mal Schuldezernent Winfried Ottmann vor Ort. „Mit der Bertha-von-Suttner-Schule verfügen wir über einen etablierten Schulstandort mit wachsenden Zahlen an Schülerinnen und Schülern. Er liegt verkehrlich günstig und nahe an Kommunen wie Bruchköbel, Schöneck und Niederdorfelden, die genauso stark im Wachstum begriffen sind wie Nidderau. Wir sorgen vor Ort für eine weitere Aufwertung des Standorts und im gymnasialen Bereich im Westkreis für die Entlastung und die Bildungsperspektive, die wir in den nächsten Jahren brauchen“, erklärte der Kreisbeigeordnete.

Der weitere Weg sähe vor, dass die Bertha-von-Suttner-Schule mit ihren bisherigen Strukturen einer Integrierten Gesamtschule bestehen bleibt und ab der Jahrgangsstufe acht stärker als bisher schon abschlussbezogen beschult. Für eine Oberstufe, die natürlich auch offenstünde für Schülerinnen und Schüler aus dem näheren Umland, müssten zusätzliche räumliche Kapazitäten geschaffen werden. Die Umsetzung hierfür ist für die kommenden Jahre geplant.

Die Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Hanau zur gegenseitigen Nutzung und Bereitstellung von schulischen Angeboten, die bis 2027/2028 läuft, schafft auf kurze und mittlere Sicht Planungssicherheit für Eltern und Schülerschaft im Kreisgebiet; die Oberstufe in Nidderau ist Teil der langfristigen Perspektive im Gymnasialbereich.

"Starkes Signal"


Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär zeigte sich erfreut über die Entscheidung von Landrat Thorsten Stolz und des Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann: „Das ist ein starkes Signal für die Bertha-von-Suttner-Schule, die in den letzten Jahren eine gute Entwicklung hingelegt hat. Natürlich ist das auch ein Signal in Richtung des Landes Hessen, dass Nidderau die Anforderungen an ein Mittelzentrum erfüllt. Wir bieten auch für die Nachbarkommunen auf allen Ebenen und für jedes Alter wertvolle, zentrale Dienste, bis hin zur schulischen Bildung, perspektivisch für die Klassen 1 bis 13.“

Die Freude teilte Schulleiter Harald Klose, der zwar wie der örtliche Personalrat nicht der Entscheidung der weiteren Gremien vorgreifen wollte. Die Zusicherung des Kreises jedoch, dass die Schullandschaft im Bereich der Integrierten Gesamtschulen insgesamt und die bisherige Struktur der Bertha-von-Suttner-Schule weitgehend erhalten bleibe, nannte er „äußerst hilfreich für die weiteren Beratungen“. Durch die Erweiterung um eine Oberstufe werde die Bertha-von-Suttner-Schule als Integrierte Gesamtschule noch einmal deutlich an Attraktivität gewinnen. (pm)


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