Wir machen uns das Leben unnötig schwer

PAPPERT PLAPPERT: Was wir von den Amerikanern lernen können (und sollten)

K.N-Kolumnist Moritz Pappert - Foto: Marius Auth


Montag, 30.05.2022
von MORITZ PAPPERT

MAIN-KINZIG-KREIS - Waren sie schon einmal in Amerika? Das kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen. Denn dort gibt es nicht nur gutes Essen, viele Souvenirs und günstige Levi`s, dort kann man als Deutscher auch einiges lernen.

Ich habe vor kurzem eine Rundreise durch die USA gemacht und habe festgestellt: die Amis sind ein extrem freundliches und sympathisches Volk. Soetwas ist man hier in Deutschland garnicht gewohnt. Hier erlebt man doch fast täglich gestresste Menschen, unfreundliche Begegnungen und unnötige Diskussionen. 

Bei den Amis ist das ganz anders. Die sind die Ruhe selbst. Bestes Beispiel ist beim Autofahren. Selbst wenn der Verkehr noch so dicht ist, es wird nicht gehupt oder gedrängelt. Man gibt sich dort einfach damit ab, dass man eben mal später ankommt. Und wenn jemand vor einem zu langsam fährt, dann fährt man eben auch langsam, oder überholt einfach. Lichthupe und dichtes Auffahren kennt man da nicht (obwohl es sich bei den vielen SUVs schon anbieten würde, aber selbst die machen das nicht). 

Auch auf der Straße oder beim Einkaufen wird man oft einfach mal angesprochen und in ein Gespräch verwickelt. Und das alles ganz unverbindlich, ohne dass der andere einem was verkaufen will oder sich über irgendetwas beschwert. Die sind einfach freundlich auf der anderen Seite des Ozeans.

Deutschland ist geprägt von Denunziantentum und Menschen, die sich offensichtlich besser fühlen, wenn sie andere anzeigen, verpetzen oder eine völlig unnötige Diskussion anzetteln. Das Motto, das die Deutschen zusammen mit der Pünktlichkeit, den Gartenzwergen und dem Sauerkraut in die Wiege gelegt bekommen: "Hauptsache ich habe Recht und der andere unrecht." In Deutschland heißt es doch ständig: "Anzeige ist raus."

Dabei könnte es doch alles so viel einfacher sein. Wenn wir uns einfach mal selbst ein bisschen zurücknehmen, uns selbst nicht so wichtig nehmen und mal ein bisschen mehr das Leben genießen und die Zeit sinnvoll nutzen. Und das Beste: Freundlichkeit tut doch nicht mal weh.

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