Hanaus Ex-Baugesellschafts-Boss

Jens Gottwald neuer Partner der Kanzlei Harald Nickel

Jens Gottwald ist neuer Partner der Kanzlei Nickel in Hanau - Foto: Nickel Rechtsanwälte


Montag, 30.05.2022

HANAU - Jens Gottwald, Rechtsanwalt und ehemaliger Geschäftsführer der Baugesellschaft Hanau bleibt entgegen anderen Spekulationen seiner Heimatstadt treu und wird Partner in der Hanauer Kanzlei „Harald Nickel Rechtsanwälte Partnergesellschaft". Dies teilte die Kanzlei, die unter anderem im Immobilien- und Vergaberecht bundesweit tätig ist, in einer Presseerklärung mit.

„Für unsere Gesellschaft bedeutet die Zusammenarbeit mit Jens Gottwald einen großen Gewinn“, so Harald Nickel. Gottwald habe in seiner Zeit als Geschäftsführer der Baugesellschaft seine Kompetenz als Vergabe- und Immobilienrechtler, insbesondere auch strategisch als Immobilien-Projektleiter, erfolgreich unter Beweis gestellt. Zudem habe er die Baugesellschaft Hanau mit kaufmännischem Geschick aus einer bei Übernahme deren Leitung schwierigen Lage bundesweit anerkannt zu einem höchst erfolgreichen Unternehmen geführt, welches Wirtschaftlichkeit mit den Anforderungen sozialen und nachhaltigen Städtebaus verbindet. „Gottwald zeichnet hohes juristisches Fachwissen mit praktischer Erfahrung eines erfolgreichen Unternehmensführers an der Schnittstelle zwischen kommunaler Politik und kommerziellen Sachverhalten aus. Er ist damit ein exzellenter und kompetenter Ansprechpartner insbesondere für viele unserer kommunalen Mandanten und Immobilien- Projektentwicklern,“ so Nickel.

Die Kanzlei am Sophie-Scholl-Platz, in der auch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater mitwirken, hat sich unter anderem für die strategische und juristische Entwicklung neuer Formen von Städtebau und Quartiersentwicklungen, auf dem Gebiet der öffentlich-privaten Partnerschaften und der Entwicklung kreativer Konzepte der öffentlichen Vergabe bundesweit einen Namen gemacht. So hat sie entscheidend an der strategischen und rechtlichen Konzeption für das „Hanauer Konversionsmodell“ mitgewirkt, heute Standard bei der Umwandlung militärischer Flächen in privat genutzte.

Dieses Modell ist so erfolgreich, dass es mittlerweile zu einer Blaupause für ähnliche Projekte im ganzen Land geworden ist. Mit dem „Heidelberger Modell“ wurden aufgrund der strategischen und juristischen Beratung der Stadt Heidelberg durch die Hanauer Rechts- anwälte neue Wege der Stadtentwicklung durch öffentlich-private Gemeinschaftsunternehmen beschritten und so die gesamte Heidelberger Südstadt entwickelt „Meine künftigen Partner haben damit gezeigt, dass trotz Komplikationen aus dem Bereich des EU-, Vergabe-, Bau-, Kommunal- und Gesellschaftsrechts und knapper kommunaler Kassen es sehr wohl möglich ist, die Schaffung von Wohnraum, vor allem bezahlbaren Wohnraum, und von Gewerbeflächen für beide Seiten lukrativ in öffentlich-privaten Gesellschaften zu stemmen. Die Einbringung strategischer und juristischer Ideen, wie sie unter aktuell veränderten Rahmenbedingungen erforderlich sind auf der Grundlage meiner Erfahrungen als Geschäftsführer der Baugesellschaft Hanau nun als Rechtsanwalt für Kommunen und Private als künftiger Partner der flexibel und kreativ agierenden mittelständischen Hanauer Kanzlei, diese etwa von dem führenden Branchenmedium ImmobilienZeitung seit Jahren als bundesweit immobilienrechtlich führend empfohlen reizt mich sehr.“ So begründet Rechtsanwalt Jens Gottwald sein künftiges Engagement in geänderter Funktion auf dem Geschäftsfeld, in dem er über Jahre in der städtischen Baugesellschaft Hanau tätig war.

Aktuell betreut Harald Nickel Rechtsanwälte unter anderem die Entwicklung eines neuen Stadtteils in der Stadt Griesheim im Wege einer von Nickel kreierten Fortentwicklung des „Heidelberger Modells“ ein neues, innovatives Wohngebiet. Hier entstehen rund 500 Wohnungen, die Hälfte davon auf die Dauer von mindestens 20 Jahren „bezahlbarer Mietwohnraum“. Einer der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Griesheim GmbH unter Beteiligung der Stadt und eines privaten Wohnbauunternehmens ist aktuell Jens Gottwald. „Das „Griesheimer Stadtentwicklungsmodell“, das ich aktuell als Geschäftsführer kennen lerne, wurde für die Stadt Griesheim von meinem künftigen Partner Rechtsanwalt Harald Nickel entwickelt und umgesetzt. Hier zeigt sich, dass die Entwicklung gänzlich neuer Strukturen zum Vorteil von Kommune und privatem Partner auch dort möglich ist, wo es den Kommunen allein an Mitteln und Knowhow mangelt, die veränderten Anforderungen von Stadtentwicklung und Stadtsanierung auf klassischem Weg zu stemmen. Diese Erfahrung mit einem laufenden von Nickel konzipierten Projekt gab für mich den Ausschlag, mich neuen Herausforderungen zu stellen und den Harald Nickel Rechtsanwälten beizutreten. Harald Nickel und ich können auf der Grundlage unterschiedlicher beruflicher Erfahrungen gemeinsam Ziele besser umsetzen, wie ich sie bereits mit der Baugesellschaft Hanau verfolgen durfte, als jeder für sich allein“, so Jens Gottwald weiter.

Das ist Jens Gottwald 

Gottwald studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, absolvierte sein Referendariat am Landgericht Frankfurt und ist seit 2002 zugelassener Rechtsanwalt. Parallel dazu studierte er Sportmanagement am Studieninstitut Düsseldorf und ist seit 2001 Diplom-Sportmanager. Nach seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Turngemeinde Hanau wurde er zum Geschäftsführer der Hanauer Parkhaus GmbH und der Baugesellschaft Hanau berufen, und war hier maßgeblich an der erfolgreichen Entwicklung der kommunalen Unternehmen beteiligt. Während dieser Zeit verwirklichte er zahlreiche Sanierungs- und Neubauprojekte, auch in Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesbehörden, und fungierte als Vorsitzender des Managementausschusses der städtischen Beteiligungsholding. Außerdem legte er in dieser Zeit die Prüfung zum Immobilienverwalter IHK ab und ist heute unter anderem als Prüfer für Immobilienkaufleute bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt tätig. Zum Ende des vergangenen Jahres verließ Gottwald auf eigenen Wunsch die Baugesellschaft, um sich neuen Aufgaben zu widmen. „Ich freue mich sehr auf das neue Tätigkeitsfeld,“ so Gottwald, „das zwar neue Herausforderungen beinhaltet, aber mir die Möglichkeit gibt, an innovativen, kreativen und vor allem spannenden Projekten mitzuwirken, in die ich meine Erfahrungen und Ideen einbringen kann. Deshalb bin ich statt anderweitiger Angebote schlussendlich dem Ruf meiner neuen Partner gefolgt“, heißt es dazu abschließend. (pm)

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