REGION

Der "Grüne Knopf" - Neues Siegel für soziale und ökologische Standards

Der Grüne Knopf soll das Siegel für faire Textilien werden - Fotos: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

11.09.2019
von: Lena Eberhardt

Sozial und umweltverträglich statt "Fast Fashion" - In der Textilindustrie scheint sich dieser Tage ein Wandel einzustellen. Zumindest in der Bundesrepublik soll seit Dienstag das neue Siegel für faire Textilien die Konsumenten durch den Modedschungel führen. Mit dem "Grünen Knopf" will Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Verbrauchern zeigen, welche Kleidung ökologisch und sozial hergestellt wurde. Ob sich das neue Gütesiegel durchsetzt, sollen die Kaufverhalten der Konsumenten in den nächsten Wochen zeigen. 

Insgesamt 46 ökologische und soziale Kriterien muss ein Produkt einhalten, um den "Grünen Knopf" zu erhalten. Darunter zählen Punkte wie die Zahlung von Mindestlöhnen, die Erhöhung der Arbeitssicherheit und das Verbot gefährlicher Chemikalien, sowie Unternehmenstransparenz und die Kontrolle der Lieferanten. Ob sich die Unternehmen an die verschiedenen Punkte halten, wird durch die Kontrolle anerkannter Prüfstellen sichergestellt. Darunter zählt die staatliche Deutsche Akkreditierungsstelle. 

Bereits 27 Unternehmen, wie Tchibo, Aldi, REWE und Lidl sowie diverse Hersteller wie Trigema oder Vaude nutzen seit Dienstag den "Grünen Knopf". Kritiker bemängeln jedoch, dass es sich bei dem "Grünen Knopf" um ein freiwilliges Siegel handelt und keine Pflicht für alle Unternehmen darstellt. +++

Die Arbeitsbedingungen sollen mit dem Siegel langfristig verbessert werden.