Wenn jede Sekunde zählt...

Engstellen behindern immer wieder Versorger und Rettungskräfte

Beispiel Rudolf-Berta-Straße: Noch kommt das Feuerwehrfahrzeug durch. Viel Platz ist aber nicht mehr. In dieser Straße werden zusätzliche Markierungen notwendig. - Fotos: Stadt Bad Soden-Salmünster


Donnerstag, 07.07.2022

BAD SODEN-SALMÜNSTER - In den breiten Durchgangsstraßen ist es normal, dass ausreichend Platz für Schwerlastfahrzeuge vorhanden ist. Anders sieht es oftmals in den Bad Soden-Salmünsterer Anlieger- bzw. Seitenstraßen aus. Wie die Bediensteten des Bauhofes, des Ordnungsamtes, aber auch der Hilfsorganisationen immer wieder feststellen müssen, werden durch Fahrzeuge von Anliegern und Anwohnern oftmals künstliche Engstellen erzeugt. 

„Die Fahrer bemerken es oftmals gar nicht, da man bei der Restfahrbahnbreite von der eigenen Pkw-Größe ausgeht“, berichtet Ordnungsamtsleiter Christian Buhl. Das könne aber im Fall eines Rettungseinsatzes oder der regelmäßigen Müllabfuhr zum ernsthaften Problem werden.

Um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, wurde kürzlich eine Befahrung mit dem Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr im Stadtgebiet unter Teilnahme von Bürgermeister Dominik Brasch und Christian Buhl durchgeführt. Gesteuert wurde die Drehleiter durch den Bediensteten des städtischen Bauhofes. Tobias Koch.

Bürgermeister Brasch, welcher sich bereits auch schon vor einiger Zeit ein Bild im Rahmen des Winterdienstes machen konnte, den er begleitete, wird hier wesentlich deutlicher:

„Wenn ein Räum- und Streufahrzeug die Straße nicht befahren kann, dann ist das zwar für alle ärgerlich, aber es entstehen keine schwerwiegenderen Folgen. Dies sieht bei einem Feuerwehr- oder Rettungsfahrzeug anders aus, wenn dieses gerade im Einsatzfall durch zugeparkte Straßen wichtige Zeit verliert. Dies kann Leben kosten!“

Von links: Bürgermeister Dominik Brasch, Ordnungsamtsleiter Christian Buhl sowie der Bedienstete des städtischen Bauhofes und Drehleitermaschinist Tobias Koch
Von links: Bürgermeister Dominik Brasch, Ordnungsamtsleiter Christian Buhl sowie der Bedienstete des städtischen Bauhofes und Drehleitermaschinist Tobias Koch

Aber worauf ist im Einzelfall zu achten:


Straßen sollten zu jeder Zeit, auch für Fahrzeuge des Rettungsdienstes und der Versorger befahrbar bleiben. Achtet beim Parken darauf, dass eine ausreichende Restfahrbahnbreite von mindestens 3,05 Metern verbleibt. Der gegenüberliegende Gehweg gehört übrigens nicht zur Restfahrbahnbreite, sondern nur die für die Fahrzeuge nutzbare Straße. Bei versetztem Parken auf beiden Straßenseiten, wie aber auch in Kurven, sowie vor und nach Einmündungsbereichen sollte so viel Platz belassen werden, dass ein Verschwenken des Fahrzeuges möglich bleibt.

Aber auch die Hauseigentümer sind gefragt: Grünbewuchs, welcher von dem Grundstück auf die Straße ragt, kann ebenso für Engstellen sorgen. Bitte achtet darauf, dass dieser stets bis zur Grundstücksgrenze zurückgeschnitten ist. Bäume sollten zudem in einer Höhe von bis zu vier Meter ebenfalls nicht in die Fahrbahn ragen.

„Überall dort, wo Hinweise und mahnende Worte keine Wirkung erzielen, ist die Regulierung mittels der Einzeichnung von Parkflächen vorgesehen“, führt Buhl aus. Teilweise hat dies aber auch Einschnitte in der Parkflächenanzahl zur Folge, da in allen Bereichen, in welchen dann das Parken nur noch in den gekennzeichneten Flächen möglich ist, auch ein Abstellen der Fahrzeuge zum Beispiel vor der eigenen Grundstückszufahrt nicht mehr statthaft ist.

„Daher richten wir den Appell an alle Fahrzeugführer, beim Abstellen der Fahrzeuge stets ausreichend Platz für Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge einzuplanen“, so Brasch abschließend. (pm)

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