Debatte zur Personalsituation der Polizei

SPD kontert: "CDU-Abgeordnete zweifeln Zahlen des eigenen Innenministers an"

Ist die Personaldecke bei der Polizei im Main-Kinzig-Kreis zu dünn? - Archivfoto: KN/Justin Möser


Donnerstag, 14.07.2022

MAIN-KINZIG-KREIS - „Wenn die heimischen CDU Landtagsabgeordneten schon ihrem eigenen Innenminister nicht trauen, dann hören sie hoffentlich wenigstens auf die Gewerkschaft der Polizei“, kommentiert Andreas Hofmann, Vorsitzender der SPD Main-Kinzig, die aktuelle Debatte zur Überstundenbelastung der hiesigen Beamtinnen und Beamten.

Wie die GdP in einer Pressemitteilung erklärte, stehe sie in der Debatte hinter Landrat Thorsten Stolz und begrüße, dass dieser eine längst überfällige Debatte zur Personalsituation der Polizei im Main-Kinzig-Kreis angestoßen habe.

„Die GdP, also die Expertinnen und Experten für die Situation vor Ort, hat sich klar geäußert und gibt Thorsten Stolz in der aktuellen Debatte um die Überstundenbelastung der Beamtinnen und Beamten im Main-Kinzig-Kreis Recht“, so Andreas Hofmann. Von der jetzt angestoßenen Debatte gehe aus Sicht der SPD auch ein wichtiges Zeichen an die Beamtinnen und Beamten aus. So mache diese deutlich, dass sich die Öffentlichkeit für die Arbeitssituation der Polizistinnen und Polizisten im Main-Kinzig-Kreis interessiere.

"Bemerkenswerter Vorgang"


„Es ist insgesamt schon ein bemerkenswerter Vorgang“, so Hofmann weiter. „Die Landtagsabgeordneten Christoph Degen und Heinz Lotz stellen im hessischen Landtag eine kleine Anfrage zur Überstundenbelastung der Polizistinnen und Polizisten im Main-Kinzig-Kreis. Das vom CDU-Innenministerium mitgeteilte Ergebnis dieser Anfrage nimmt Landrat Thorsten Stolz zum Anlass, sich erneut für die bessere personelle Ausstattung der Polizei zwischen Maintal und Sinntal einzusetzen. Dass dann aber heimische CDU-Abgeordnete wiederum den Landrat kritisieren, um ihm falsche, vom Innenministerium gelieferte Zahlen, zu den Überstunden der Beamtinnen und Beamten vorwerfen, ist absolut nicht nachvollziehbar und kann nur parteipolitische Gründe haben. Dabei ist es doch nur logisch, dass ein wachsender Kreis, wie unserer, auch mehr Polizeikräfte vor Ort benötigt.“

Für die SPD Main-Kinzig sei die Lage absolut klar: Das hessische Innenministerium und die GdP hätten durch Fakten gezeigt, dass die Personaldecke bei der Polizei im Main-Kinzig-Kreis zu dünn sei. Dies müssten auch die heimischen CDU Abgeordneten anerkennen.

„Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises sollten sich alle Verantwortlichen dafür einsetzen, dass mehr Beamtinnen und Beamte in unseren Kreis kommen - und damit auch die Arbeitsbedingungen der Polizei verbessert werden. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und die Ausstattung der Polizei bei uns im Kreis ist zu wichtig, als dass sie sich für parteipolitisch motivierte Manöver eignet. Wir danken allen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihre Arbeit unter diesen erschwerten Bedingungen und werden uns auch weiter für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen“, erklärt Andreas Hofmann abschließend. (pm/sh)

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