Sinntal als Vorreiter für moderne Klimapolitik

Bürgermeisterkandidat Thomas Henfling will Energiekonzept entwickeln

Udo Gärtner, Thomas Henfling und Robin Krack (v.li.). - Foto: Anna-Maria Henfling


Donnerstag, 04.08.2022

SINNTAL - Der parteiunabhängige Bürgermeisterkandidat Thomas Henfling möchte die Gemeinde Sinntal zu einem Vorreiter im Bereich moderne Klimapolitik machen. „Das ist ein großes Ziel. Aber gemeinsam und mit dem Mut zur Veränderung wird uns dies gelingen“, sagt der 37-Jährige, der am 18. September zum neuen Bürgermeister Sinntals gewählt werden will.

Henfling möchte ein Energiekonzept mit klimaneutralen Gemeindegebäuden entwickeln. Unterstützt wird er dabei von Udo Gärtner und Robin Krack aus Sannerz. Die beiden sind bekannt als die Erfinder des Speichersystems „Goliath.“

„Wir müssen uns unabhängig von externen Zulieferern machen“, sagt Thomas Henfling. Für ihn besteht die einfachste und schnellste Lösung darin, die gemeindlichen Gebäude mit einer Funktionsbeschichtung zur Wärmeisolierung zu versehen. Diese könne in Innenräumen und auf der Außenfassade durch Fachbetriebe aufgetragen werden und biete bei beidseitiger Anwendung eine nachgewiesene Ersparnis der Energiekosten von 40 Prozent, erklärt Henfling. Gebäude mit dieser Beschichtung kühlten im Winter viel langsamer aus und erhitzten sich im Sommer deutlich langsamer. Henfling: „Die Beschichtung ist nicht brennbar. Das ist im Bereich Brandschutz ein erheblicher Vorteil.“

Auf Basis der Wasserstofftechnologie


Henfling ist sich bewusst, dass dieser Schritt noch nicht für Klimaneutralität sorgt. Der Bürgermeisterkandidat möchte als Gemeindeoberhaupt die gemeindlichen Gebäude mit Photovoltaikanlagen bestücken und diese in Verbindung mit einer Brennstoffzelle auf Basis der Wasserstofftechnologie emissionsfrei mit Wärme und Energie versorgen. Es gebe bereits Standorte wie den „Campus Stuttgart“, an denen das Konzept erfolgreich betrieben würde.

Henfling: „Dort wird bewiesen, dass sich dieses Konzept nicht nur für einzelne Gebäude hervorragend eignet.“ Mit einer entsprechenden Anlagengröße sei man auch in der Lage, ganze Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete klimaneutral zu betreiben. Henfling: „Wir könnten unsere eigenen Energieproduzenten sein und uns unabhängig vom Markt der immer weiter steigenden Energiekosten machen. Für die Bürgerinnen und Bürger hätte es den Vorteil, dass die Gemeinde selbst als Betreiber dieser Anlage auftreten kann. Es wäre möglich, den Strom direkt von der Gemeinde zu beziehen.“

Nach dem Motto „natürliche Energie aus Sinntal für Sinntal“ sei es das Ziel, dass alle beteiligten Stromverbraucher nur noch einen Bruchteil der bisherigen Kosten tragen. Die Gemeinde könnte Betreiber und Anbieter gleichzeitig sei. Der gezahlte Preis käme wieder der Kommune zugute. Henfling: „Eine Win-Win-Situation, die auch die Attraktivität Sinntals steigen lässt.“

Der Bürgermeisterkandidat weiß, dass Fragen nach der Finanzierung unweigerlich auftreten werden. Anlagen wie der „Campus Stuttgart“ seien beispielsweise seitens der EU gefördert worden, hier prüft Henfling bereits Möglichkeiten, die Sinntal helfen könnten. Der Bürgermeisterkandidat abschließend: „Ich bin bereit, diesen Weg zu gehen und ich hoffe, dass viele Sinntalerinnen und Sinntaler ihn mitgehen. Wir müssen heute schon etwas bewegen, um auch das Leben der nachfol-genden Generationen nachhaltig zu beeinflussen.“ (pm)

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