Umtrieb der Wasserbüffel

Erlensees tierischer Star 007 "schlammbadet" auf der großen Wiese

007 ist mit seiner kleinen Herde auf die große Weideswiese umgezogen.


Freitag, 05.08.2022

ERLENSEE - 007 ist mit seiner kleinen Herde – drei Kühe und drei Jungtiere – auf die große Erlenseer Weideswiese umgezogen. Der Umtrieb verlief reibungslos und zügig. Nachdem der zuständige Förster Michael Heilmann tags zuvor noch das Gelände überprüfte und 50 Zaunpfosten austauschen ließ, gab er seinerseits grünes Licht für den Umtrieb. 

Züchter Veit Leinberger kam am Mittwochvormittag und leitete die Tiere über den Fußweg, der beide Wiesen voneinander trennt, hinüber zur großen Wiese. Auch den Wasserbüffeln wird es bei den hohen Temperaturen zu heiß – und so lagen sie bei seiner Ankunft noch unter den Bäumen im kühlenden Schatten, bevor sie seinem Aufruf zum Umtrieb folgten.

Beim Einzug auf die neue Wiese probierten die Tiere erst einmal das frische grüne Gras, dann entdeckten Zuchtbulle 007 und eine Kuh einen Tümpel und beide genossen die Erfrischung beim Schlammbaden. Auf der großen Weideswiese stehen die Gräser zurzeit noch hoch. An manchen Stellen ist es durch einen regelmäßigen Wasserzustrom aus dem Wasserwerk noch schön grün und nicht vertrocknet.

Michael Heilmann vom Hessen Forst (vorne li.), Züchter Veit Leinberger und Andreas Amberg, stellv. Fachbereichsleiter Tiefbau und Grünanlagen, beim Umtrieb der Wasserbüffel.
Michael Heilmann vom Hessen Forst (vorne li.), Züchter Veit Leinberger und Andreas Amberg, stellv. Fachbereichsleiter Tiefbau und Grünanlagen, beim Umtrieb der Wasserbüffel.
Die Wasserbüffel genießen das Schlammbaden. - Fotos: Petra Behr
Die Wasserbüffel genießen das Schlammbaden. - Fotos: Petra Behr

Seit drei Monaten sind sie wieder auf den Weideswiesen in Erlensee, haben die kleinere Wiese täglich mehrmals abgegrast und damit ihre Aufgabe erfüllt. Hier können sich nun vermehrt wieder verschiedenste Vogelarten und Insekten aufhalten.

„Seltene Vogelarten wie der Kiebitz und Bekassine können durch Erlensee durchziehen und rasten dann regelmäßig im Naturschutzgebiet. Sie profitieren von dem abgeweideten niedrigen Gras. Auch Blütenpflanzen haben durch das kurze Gras bessere Entfaltungsmöglichkeiten, in der Hoffnung, dass es demnächst wieder regnet“, sagt Michael Heilmann. Zweimal schon wurde der zur Wasserversorgung bereitgestellte große Wassertank mit 6.000 Litern neu befüllt. 

Viele Besucher und Wasserbüffelfreunde hatten sich angesichts der Trockenheit und Hitzewellen schon Sorgen gemacht, ob die Herde denn auch genügend Wasser habe. Michael Heilmann und Veit Leinberger haben die große Wiese beim Ortstermin nach Wasserzulauf inspiziert und versichern, dass sie die Wasserversorung der Tiere weiterhin im Blick behalten. (pm)

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