Halbzeit beim Stadtumbau

"Wächtersbach ist auf einem sehr guten Weg"

Das sanierte Schloss Wächtersbach ist nicht nur historische Keimzelle der Stadt, sondern auch des Stadtumbaus. - Foto: Re / GNZ


Freitag, 23.09.2022

WÄCHTERSBACH - Beim Wächtersbacher Stadtumbau ist Halbzeit. Ausschüsse und Ortsbeirat haben eine Zwischenbilanz gezogen und das weitere Vorgehen beraten. Im Fokus stehen die verkehrstechnische Anbindung von früherem Brauereigelände und Schlossareal sowie das Ärztehaus. Viele kleinere Projekte geben dem Wächtersbach der Zukunft den Feinschliff.

In einer gemeinsamen Sitzung sind der Wächtersbacher Haupt- und Finanzausschuss, der Bau- und Planungsausschuss sowie der Ortsbeirat Innenstadt in der Heinrich-Heldmann-Halle über den Zwischenstand der Wächtersbacher Stadtentwicklung informiert worden. Dr. Eberhard Wetzel (Freie Wächter) fungierte bei der Sitzung in einer Doppelfunktion als Vorsitzender des Bauausschusses und Ortsbeirat der Innenstadt und leitete den Abend gemeinsam mit Gerhard Kuschnik (SPD), Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Den abwesenden Bürgermeister Andreas Weiher (SPD) vertrat Erster Stadtrat Günter Höhn (Freie Wächter). Anwesend waren auch Vertreter der Projekt-Lenkungsgruppe und der Arbeitskreise.

Bauarbeiten bis voraussichtlich 2030

Für das Planungsbüro Rittmannsperger erläuterte Ulrike Hesse den Zwischenstand des Stadtumbaus. Das Büro begleitet den Prozess seit 2017. Im Rahmen des Stadtumbaus war ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für die Wächtersbacher Altstadt entwickelt worden. Das Konzept wurde im Jahr 2018 verabschiedet und umfasst insgesamt 34 Punkte, die sich in fünf Themenfelder unterteilen. „Wächtersbach ist auf einem sehr guten Weg“, sagte sie zur Halbzeit des Stadtumbaus, der noch bis 2026 andauern wird. Bis die letzten Bauarbeiten abgeschlossen werden, dauere es voraussichtlich bis 2030. Im ISEK würden zunächst städtebauliche Missstände aufgedeckt und Entwicklungsziele definiert. Anschließend würden die Projektbeteiligten festlegen, welche Maßnahmen sinnvoll seien, um die Ziele zu erreichen und die Missstände zu beheben. Der ISEK sei dabei kein Aufgabenkatalog, den die Stadt abarbeiten müsse, betonte Hesse. Vielmehr sei jeder einzelne Punkt optional.

Seit dem Beginn des Prozesses in 2016 habe man insgesamt 13 Bürgerbeteiligungen veranstaltet. „Das ist doch eine Menge“, freute sich Hesse. Sie wies außerdem darauf hin, dass das ISEK einen Zeitraum von etwa 20 bis 30 Jahren abdecke. In diesem großen Programm seien nun sechs Jahre um. Alle Projekte müssten von der Stadtverwaltung erledigt werden, es könnten nicht mehr Projekte gleichzeitig angegangen werden, als die Verwaltung stemmen könne. (nh)

Dieser Artikel ist zuerst in der GNZ erschienen. Mehr dazu lest Ihr in der Ausgabe vom 23. September.

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