Schulgemeinde soll entscheiden

Gelnhausen: SO könnte die Kreisrealschule bald heißen

Das Projektteam unter dem aktuellen Schulnamen: Nils Schwalb, Laura Halbhuber, Sonja Funfack, Simone Grünewald, Eva-Maria Kessler, Michael Neeb, Manuela Wachsmuth und Eva-Maria Roth - Foto: GNZ/ Bruske-Guth


Mittwoch, 05.10.2022

GELNHAUSEN - Vielleicht bekommt die Kreisrealschule in Gelnhausen bald einen neuen Namen. Ein Projektteam befasst sich seit einiger Zeit mit diesem Thema und hat auch schon einen Vorschlag: Elisabeth-Strupp-Schule. Die Entscheidung darüber, ob die Schule, die im kommenden Jahr 77. Geburtstag feiert, tatsächlich ihren Namen wechselt, soll die Schulgemeinde jedoch gemeinsam treffen, berichtet Schulleiter Michael Neeb. Elternbeirat, Kollegium und Schulkonferenz sollen abstimmen – und auch alle 900 Schüler.

Schon häufiger war Thema, dass die Kreisrealschule keinen „richtigen“ Namen trägt. Nachdem jüngst wieder darüber gesprochen wurde, als es eigentlich um eine Zertifizierung der Schule ging, nahmen ein paar Lehrer die Sache in die Hand. Laura Halbhuber, Manuela Wachsmuth und Nils Schwalb – vereint durch ihr Fach Geschichte – überlegten zusammen mit Schulleiter Michael Neeb, welcher Name geeignet sei. Einen lokalen Bezug sollte es geben, und da mit Philipp Reis und Grimmelshausen bereits zwei große männliche Köpfe Taufpaten für Gelnhäuser Schulen waren, lag die Idee nahe, dieses Mal eine Frau zu wählen.

Zweite Schule mit Frauen-Name 

„Bis auf die Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold gibt es im Main-Kinzig-Kreis keine weiterführende Schule, die den Namen einer Frau trägt“, meint Neeb. Nicht nur deswegen, auch wegen ihrer historischen Bedeutung und als Zeichen gegen Diffamierung und Ausgrenzung entschied sich die Arbeitsgruppe für das berühmteste Opfer der Gelnhäuser Hexenverfolgung. Dabei legen die Verantwortliche Wert darauf, dass Elisabeth Strupp eben nicht nur als letzteres gesehen wird, sondern auch für ihren sozialen Beitrag für die Gesellschaft und als Gegnerin der Hexenverfolgung, die selbst zum Opfer wurde, für ihren passiv geleisteten Widerstand Anerkennung erfährt. (GNZ, tmb)

Mehr lest Ihr in der GNZ vom 05. Oktober

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