9,2 Millionen Euro-Projekt

Baubeginn für Vorzeigeprojekt "Haus Waldensberg" in Wächtersbach

Gut gelaunt griffen Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (Fünfte von links), Thorsten Stolz (Sechster von links), Reinhold Walz (links) und Andreas Weiher (Siebter von links) zusammen mit weiteren Gästen zum Spaten. - Fotos: Alten- und Pflegezentren des MKK


Dienstag, 08.11.2022

WÄCHTERSBACH - Die Bauarbeiten für ein weiteres Vorzeigeprojekt in der stationären Versorgung von pflegebedürftigen Menschen im Main-Kinzig-Kreis haben begonnen. „Haus Waldensberg“ wird die mittlerweile 14. Pflegeeinrichtung der Alten- und Pflegezentren (APZ) des Main-Kinzig-Kreises. Die hochmoderne Einrichtung wird im namensgebenden Wächtersbacher Stadtteil Waldensberg entstehen und sichert eine wohnortnahe Versorgung für Menschen, die nicht mehr alleine leben können, sondern auf Pflege angewiesen sind.

Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Bürgermeister Andreas Weiher und APZ-Geschäftsführer Reinhold Walz trafen sich zum symbolischen ersten Spatenstich auf der Baustelle, um den Beginn des 9,2 Millionen-Euro-Bauprojekts zu feiern. Haus Waldensberg bietet Platz für 36 Bewohnerinnen und Bewohner und wird sowohl in pflegerischer als auch in technischer Hinsicht zu den modernsten Einrichtungen des Landes zählen.

Landrat Thorsten Stolz betonte, wie wichtig die zukünftige Pflegeeinrichtung für den Standort Wächtersbach ist: „Die Einrichtung ist für die Menschen vor Ort von herausragender Bedeutung, denn sie ermöglicht eine wohnortnahe Versorgung von Menschen, die stark auf Hilfe angewiesen sind. Der Umzug in eine Pflegeeinrichtung ist immer ein großer Einschnitt in das Leben der Betroffenen, aber auch der Angehörigen. Kurze Wege erleichtern die Umstellung auf die neue Situation. Deshalb freue ich mich, dass der Main-Kinzig-Kreis über die Trägerschaft der Alten- und Pflegezentren und mit Unterstützung der Stadt Wächtersbach dieses Projekt realisiert.“

Wohnortnahe Angebote bieten


„Das Haus Waldensberg kommt genau zur richtigen Zeit“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und unterstrich ihrerseits das Engagement des Kreises: „Wir gehen dorthin, wo sich private Unternehmen scheuen, zu investieren und bieten vor Ort moderne und ansprechend gestaltete Pflegeeinrichtungen. Denn die Menschen wollen auch im hohen Alter in der Nähe ihrer Freunde, ihrer Familien – also ihres gewohnten Lebensumfelds bleiben“, betonte Simmler und verwies auf den Erfolg, der bereits realisierten vier Senioren-Dependancen im Ronneburger Hügelland: „Daher ist die wohnortnahe Versorgung pflegebedürftiger Menschen ein wichtiger Teil der Pflegestrukturplanung des Kreises.“

Bürgermeister Andreas Weiher wies darauf hin, dass die Zahl derjenigen Menschen weiter steigen wird, die im Alter auf Pflege angewiesen sind: „Es liegt in unserer Verantwortung, diesen Menschen ein altersgerechtes und menschenwürdiges Lebensumfeld zu schaffen – gerade dann, wenn sie ihren Alltag zu Hause nicht mehr selbstständig bewältigen können.“

Geschäftsführer Reinhold Walz sprach im Zusammenhang mit dem Haus Waldensberg von einem Vorzeigeprojekt. „Sowohl in pflegerischer als auch in technischer Hinsicht wird das Haus zu den modernsten Pflegeeinrichtungen in diesem Land gehören“, sagte Walz. So folgt die Pflegeeinrichtung dem pflegewissenschaftlich anerkannten Hausgemeinschaftsmodell, welches sich bereits in den Senioren-Dependancen und weiteren Einrichtungen der APZ bewährt hat. Zu den wichtigsten technischen Neuerungen gehören digitale Pflegebetten, die in der Lage sind, Gesundheitsdaten an die Pflegekräfte zu übermitteln, flächendeckendes WLAN sowie Breitbandanschlüsse für schnellen Internetzugang in allen Bewohnerzimmern.

Die Bauarbeiten für das Haus Waldensberg in Wächtersbach haben begonnen
Die Bauarbeiten für das Haus Waldensberg in Wächtersbach haben begonnen

3 Hausgemeinschaften & 36 Einzelzimmer


Die neue Einrichtung entsteht auf einer Fläche von 12.840 Quadratmetern, wovon das Gebäude mit Terrasse 2700 Quadratmeter umfasst. Die gemeinschaftlichen Aufenthaltsräume werden voll klimatisiert. Das Gebäude wird mit einer Niedertemperaturheizung mit Fußbodenheizung ausgestattet. Vorgesehen sind 36 Plätze in Einzelzimmern, verteilt auf drei Hausgemeinschaften. Jede Hausgemeinschaft wird über eine gemeinsame Wohnküche verfügen. Die zukünftigen Bewohner und Bewohnerinnen können sich in den Gemeinschaftsbereichen aufhalten oder sich in ihren eigenen privaten Bereich zurückziehen.

Im Anschluss an den ersten Spatenstich tauschten sich die Gäste vor dem nahegelegenen Gemeinschaftshaus bei Kaffee und einem kleinen Snack aus. Dabei erfuhren sie vom Geschäftsbereichsleiter Immobilienmanagement Stefan Sorber, dass die geplante Einrichtung auch in puncto Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle einnimmt. So wird die Einrichtung einen hohen Anteil des benötigten Stroms über eine Photovoltaik-Anlage gewinnen, eine Wärmepumpe verwenden und Solarthermie für warmes Wasser nutzen. Die Fertigstellung des Baus ist für den Sommer 2024 geplant. (red)

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