Ein Herzensprojekt endet

Zum 31. Januar gibt Simone Bienossek den „Mittelpunkt“ in Aufenau nach sieben Jahren ab

Ab halb sechs steht Simone Bienossek täglich im „Mittelpunkt“ und räumt unter anderem Backwaren ein. - Foto: Hagemann


Freitag, 25.11.2022

WÄCHTERSBACH - Seit sieben Jahren betreibt Simone Bienossek aus Neudorf den „Mittelpunkt“ in Aufenau. Doch zum 31. Januar macht die 54-Jährige Schluss. Für sie endet damit ein Herzensprojekt. Das Ende geht ihr Nahe. „Ich bin einfach müde“, sagt sie.

Seit April 2015 betreibt Simone Bienossek den „Mittelpunkt“ in Aufenau. Die gelernte Gärtnerin und Floristin war zunächst in verschiedenen Betrieben angestellt, bis sie zwei Kinder bekam. Ihr Mann machte sich selbstständig, und als ihr jüngstes Kind drei Jahre alt war, begann sie, wieder in einem Wächtersbacher Blumengeschäft zu arbeiten. 

Erst waren es 20 Stunden, dann 30 Stunden, und dann sogar noch mehr. Irgendwann wollte sie ihr eigener Chef sein und machte sich mit einem Laden in Bad Orb für Stickereien und Kunsthandwerk selbstständig. Die nächste Station in ihrem Leben war der Neudorfer Weidenhof, den sie gemeinsam mit ihrer Schwester aufbaute.

Im Jahr 2015 entschloss sich die Familie Zöller, die den Dorfladen bis dahin betrieben hatte, nicht mehr weiterzumachen. In der Zeitung las Bienossek den entsprechenden Aufruf und fand es spannend, den Laden in Aufenau zu erhalten. Zumal es der letzte verbliebene im Wächtersbacher Stadtteil Aufenau ist.

Mit ihrem Konzept der Direktvermarktung und regionalen Angeboten, ergänzt um ein Standardsortiment, konnte sie die Familie Zoller schließlich überzeugen. Regionale Anbieter bieten dabei gleich mehrere Vorteile. „Wir sind hier zu nah an den großen Märkten, du musst dich mit so einem Laden absetzen“, sagt Bienossek. Außerdem kenne sie alle Zulieferbetriebe und die Zustände dort. „Ich kann da hinfahren, kann es mir vor Ort angucken. Und das habe ich auch gemacht.“ 

Man könnte es so zusammenfassen: Im „Mittelpunkt“ können die Kunden mit guten Gewissen Waren aus der Region einkaufen, die es in den großen Lebensmittelketten nicht gibt. Und das funktioniert, wie Bienossek verrät: „Es kommen extra Leute aus Bad Orb, Salmünster, Wächtersbach und Schlüchtern her, die sich die Sachen hier holen.“ (GNZ/nh)

Dieser Artikel erschien zuerst in der GNZ.

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