Geste für mehr Wertschätzung

TV Gelnhausen führt "Dankeschön-Karte" ein

Eine Geste für mehr Wertschätzung - Foto: privat


Dienstag, 27.12.2022

GELNHAUSEN - Eine nicht gerade alltägliche Tour durch Gelnhausen unternahm Thomas Tamberg gemeinsam mit Michael Hemmer und Torben Fehl wenige Tage vor Weihnachten. Der Leiter Kommunikation, Marketing & Markenentwicklung des Handball-Drittligisten TV Gelnhausen und die beiden Spieler besuchten verschiedene Einrichtungen in der Region, darunter das Hospiz St. Elisabeth Kinzigtal in Gelnhausen. Hintergrund der Aktion ist die Einführung der Dankeschön-Karte.

Sie berechtigt zum freien Eintritt bei allen Spielen des TV Gelnhausen. Erhalten kann sie grundsätzlich jede Organisation, in der viel ehrenamtliche Arbeit oder Dienste für Mitmenschen geleistet werden. Wer Interesse hat, kann sich per Mail unter [email protected] melden und erhält maximal zwei Dankeschön-Karten. Insgesamt hat der Verein die Vergabe zunächst einmal auf zehn Organisationen beschränkt, um zu testen, wie die Karten angenommen werden.

„Wertschätzung und Dankbarkeit insbesondere gegenüber Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder in sozialen Berufen immer wieder über ihre Grenzen gehen müssen, kommen oftmals zu kurz. Wir beim TVG sind da sicher keine Ausnahme“, sagt Tamberg. „Aber wir wollen das zukünftig anders machen und uns dabei nicht nur auf uns beschränken. Die Dankeschön-Karte ist dabei ein kleiner Anfang.“

„In diesen schweren Zeiten ist es besonders schön, dass unsere Mitarbeiter und Gäste im Hospiz die Dankeschön-Karte nutzen dürfen. Heutzutage ist es nicht selbstverständlich, einfach so etwas geschenkt zu bekommen. Deswegen sind wir umso dankbarer über diese besondere Geste des TV Gelnhausen“, sagt Frank Hieret.

Der Hospiz-Leiter nahm sich über eine Stunde Zeit und erklärte dem TVG-Trio den Alltag im Hospiz St. Elisabeth Kinzigtal. Hier werden schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer letzter Lebensphase pflegerisch und medizinisch betreut, deren Versorgung zu Hause nicht mehr sichergestellt werden kann. Dabei geht es auch um Schmerztherapie und psychosoziale Begleitung. Zudem werden auch die Angehörigen und Freunde der Kranken, die jederzeit willkommen sind, in dieser Phase des Abschiednehmens begleitet. Das Hospiz ist unter anderem auch auf Spenden angewiesen.

„Es war beeindruckend zu sehen, wie hell, wie viel Leben und Wärme an diesem Ort sind und wie sehr sich die Mitarbeiter engagieren“, sagte Hemmer, der während seines Studiums der Sozialen Arbeit bereits in ähnlichen Einrichtungen gearbeitet hat. „Es war sehr bewegend einen Einblick in den Alltag eines Hospizes zu bekommen. Wir sind sehr dankbar, dass wir hier sein durften“, sagte Fehl.

Die Idee hinter der Dankeschön-Karten ist ganz einfach. Sie sollen möglichst von vielen unterschiedlichen Menschen abwechselnd genutzt werden. Der TVG übergibt sie der jeweiligen Geschäftsführung oder dem Vorstand. Diese können dann die Karten verteilen und haben so die Möglichkeit, neben einem „Dankeschön“ noch eine weitere kleine Aufmerksamkeit dazuzugeben. Beim Besuch eines Heimspiels notiert der TVG lediglich die Namen der Besucher und Organisation, um zu verhindern, dass immer die gleichen Personen vom freien Eintritt Gebrauch machen. Das sei schließlich nicht Sinn der Sache, sagt Tamberg. (red)

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