Ein Ort des Austauschs

Eines der besten Dorfgasthäuser Hessens: Die "Krone" in Hüttengesäß

Landrat Thorsten Stolz (links) gratulierte Reiner Erdt und dessen Schwester Monika Rolko zur Auszeichnung und überreichte eine Urkunde des Main-Kinzig-Kreises. - Foto: MKK-Pressestelle


Dienstag, 03.01.2023

RONNEBURG - Das Gasthaus Zur Krone in Hüttengesäß wurde als eines der „50 besten Dorfgasthäuser Hessens“ ausgezeichnet – und dies bereits zum zweiten Mal. Landrat Thorsten Stolz gratulierte Inhaber Reiner Erdt zu dieser Würdigung. Sie wurde von der hessischen Staatskanzlei und dem Hotel- und Gaststättenverband Hessen (DEHOGA) initiiert. Insgesamt bewarben sich 173 Gastronomiebetriebe aus ganz Hessen, eine siebenköpfige Fachjury traf die Auswahl.

Landrat Thorsten Stolz übergab dem erfolgreichen Gastronomen eine gerahmte Urkunde des Main-Kinzig-Kreises und betonte: „Gasthäuser wie die Krone sind wichtig für die Gemeinschaft und die Geselligkeit. Sie sind ein Ort des Austauschs. Hier treffen sich Menschen, genießen und kommen ins Gespräch. Sie feiern, lachen und diskutieren: Das fördert das Miteinander.“ Essen und Trinken sei ein Grundbedürfnis, gutes Essen ein Erlebnis, das Reiner Erdt und sein ganzes Team möglich mache. „Es freut mich, dass die Krone diese Auszeichnung erhält, denn sie enthält Würdigung, Anerkennung und Wertschätzung“, so der Landrat.

In der Region fest verwurzelt


Inhaber Reiner Erdt sei weit mehr als ein gastronomischer Botschafter seines Heimatortes und des Main-Kinzig-Kreises. Er sei in der Region fest verwurzelt, kenne sich bestens aus in Kultur und Geschichte. Historisch interessiert und ehrenamtlich engagiert habe er viele Projekte in seinem Heimatort und im Ronneburger Hügelland angeregt und angepackt. Zu nennen sei unter anderem sein Engagement für die Städtefreundschaft mit Amana im US-amerikanischen Iowa oder im Geschichts- und Heimatverein Ronneburg.

„Von historischer Bedeutung ist auch der Landgasthof“, ergänzte Reiner Erdt. „Wir sind der letzte Gasthof im Ort und historisch betrachtet einer der ältesten.“ Anschließend ließ er die Geschichte des Lokals, das sich seit acht Generationen in Familienbesitz befindet, Revue passieren und wusste auch einige Anekdoten zu berichten. So wurde in der Krone etwa 1780 zum ersten Mal Apfelwein aus eigener Kelter und Branntwein aus eigener Herstellung ausgeschenkt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Holzkegelbahn errichtet, 1904 die erste Stromleitung installiert. Ab 1951 und bis 1985 gehörte zum Hof eine Metzgerei.

Reiner Erdt absolvierte deshalb zunächst erfolgreich eine Ausbildung zum Metzger und schloss eine Ausbildung zum Koch an. In den 1950er Jahren erfreuten sich die Gäste an Vorführungen im hauseigenen Kinosaal. Vier Jahre nachdem die Metzgerei geschlossen wurde, wurde ein Hoteltrakt mit Tagungssaal errichtet, weitere vier Jahre später das Restaurant neu eingerichtet. „Die Geschichte der Krone ist vielfältig und man kann mit Fug und Recht sagen: Bei uns wird Tradition gelebt – und mit innovativen Ideen verknüpft“, so der Gastronom. (red)


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