Energie, Lebensmittel & Computer

Die bittere Wahrheit: Verbraucherpreise 2022 um 8,0 Prozent gestiegen

Wir alle mussten 2022 tiefer in die Tasche greifen. - Symboldbild: Pixabay


Mittwoch, 04.01.2023

HESSEN - Die Verbraucherpreise in Hessen sind im Jahr 2022 durchschnittlich um 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Prägend für diese Jahresinflationsrate waren insbesondere die deutlichen Preissteigerungen für Energieprodukte und Nahrungsmittel in Folge des Kriegs in der Ukraine. Im Dezember 2022 lag die monatlich gemessene Inflationsrate bei 8,1 Prozent.

Die Inflationsrate – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahr – lag im Jahresdurchschnitt 2022 in Hessen bei 8,0 Prozent und damit deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatte die durchschnittliche Inflationsrate im Jahr 2021 bei 3,1 Prozent und im Jahr 2020 bei 0,4 Prozent gelegen.

Die Entwicklung der Energie- und Nahrungsmittelpreise in Folge des Kriegs in der Ukraine sowie verschiedene Entlastungsmaßnahmen prägten die Gesamtteuerung im Jahr 2022. Im Laufe des Jahres ist die monatlich gemessene Inflationsrate tendenziell gestiegen: Der höchste Wert wurde im Oktober 2022 mit 9,9 Prozent ermittelt. Im November sank die Inflationsrate leicht auf 9,7 Prozent. Im Dezember 2022 lag sie schließlich bei 8,1 Prozent.

Preise für Energie


Die Preise für Energie stiegen 2022 gegenüber 2021 um 35,5 Prozent, nachdem sie bereits 2021 um 11,5 Prozent gestiegen waren. Heizöl (plus 85,7 Prozent) und Erdgas (plus 81,4 Prozent) waren im Jahresdurchschnitt 2022 erheblich teurer als im Vorjahr. Brennholz und Holzpellets kosteten durchschnittlich 41,6 Prozent mehr. Für Fernwärme zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher um 24,5 Prozent höhere Preise. Kraftstoffe verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 27,1 Prozent, darunter stiegen die Preise für Autogas um 42,4 Prozent, für Diesel um 40,0 Prozent und für Benzin um 21,9 Prozent. Strom kostete 15,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie stiegen die Verbraucherpreise im Jahr 2022 in Hessen um 4,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2021.

Preise für Nahrungsmittel


Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2022 durchschnittlich um 12,8 Prozent gegenüber 2021. Speisefette und -öle kosteten 34,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Darunter stiegen die Preise für Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Ähnliches um 47,0 Prozent und für Butter um 36,6 Prozent. Überdurchschnittlich stark verteuerten sich auch Molkereiprodukte (plus 19,0 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (plus 15,1 Prozent). Brot und Getreideerzeugnisse waren im Jahresdurchschnitt 12,5 Prozent teurer als 2021, darunter kostete Weizenmehl 44,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Preise für Gemüse stiegen um 9,7 Prozent, für Obst um 3,0 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energie und der Nahrungsmittel lag die Inflationsrate bei 4,0 Prozent und damit halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate.

Preise für Waren


Die Preise für Waren insgesamt stiegen 2022 durchschnittlich um 13,7 Prozent gegenüber 2021. Diese Entwicklung ist maßgeblich von steigenden Preisen für Verbrauchsgüter (plus 18,0 Prozent) bestimmt, zu denen auch die Energieprodukte und Nahrungsmittel zählen. Gebrauchsgüter waren 2022 um 5,7 Prozent teurer als im Vorjahr.

Neben den Preissteigerungen bei Energieprodukten und Nahrungsmitteln mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2022 auch für Erzeugnisse für die Instandhaltung und Reparatur der Wohnung (plus 12,5 Prozent) sowie für Möbel und Leuchten (plus 8,1 Prozent) merklich mehr bezahlen. Preiserhöhungen um durchschnittlich 8,9 Prozent waren bei Personenkraftwagen zu verzeichnen.

Haushaltsgroßgeräte (plus 5,6 Prozent) und Bekleidungsartikel (plus 4,5 Prozent) waren teurer als im Jahr zuvor. Die Preise für Unterhaltungselektronik stiegen im Durchschnitt um 4,3 Prozent, darunter verteuerten sich Computer um 8,6 Prozent. (red)

Neues Beliebtes
    Kontakt
    Kinzig.News Redaktion:
    Telefon:06051 88770 230
    E-Mail:[email protected]
    Kinzig.News Vertrieb:
    Telefon:06051 88770 180
    E-Mail:[email protected]
    Die aktuellen Corona-Zahlen:

    Deutschland 37509539
    Inzidenz: 151,0 Vortag: 37.177.845
    Erstimpfungen: 77,9%
    Vollständig Geimpfte : 76,3%
    Hessen 2862523
    Inzidenz: 178,6 Vortag: 2.838.126
    Erstimpfungen: 78,7%
    Vollständig Geimpfte : 75,6%
    Frankfurt 328401
    Inzidenz: 126,7 Vortag: 325.952
    Main-Kinzig-Kreis 201639
    Inzidenz: 182,1 Vortag: 200.137
    Vogelsbergkreis 51778
    Inzidenz: 215,8 Vortag: 51.212
    Landkreis Fulda 130615
    Inzidenz: 226,3 Vortag: 129.663