Sport oder vielleicht doch nur Glücksspiel?

Viertes Breuningser Steel-Dart-Turnier ein Volltreffer

56 Dart-Spieler wagten im Jeder-gegen-Jeden-Kampf den Wurf auf die runde Scheibe. - Fotos: Walter Dörr


Dienstag, 24.01.2023
von WALTER DÖRR

SINNTAL - Nicht erst durch den Dart-Superstar Gabriel Clemens, der es 2023 bei der Dart-Weltmeisterschaft in London bis ins Halbfinale schaffte, erfährt der Dart-Sport einen Hype. Der Pfeile-Künstler (German Giant), der der erste Deutsche ist, der so weit kam, stammt aus Saarwellingen. 

Und auch in Breunings, wo zum vierten Mal von der Sportgemeinschaft Breunings-Neuengronau im Dorfgemeinschaftshaus ein Steel-Dart-Turnier ausgetragen wurde, hatte man eine Rekordbeteiligung. 56 Dart-Spieler wagten im "Jeder-gegen-Jeden-Kampf" den Wurf auf die runde Scheibe. Letztlich siegte Marco Schad vor Martin Schalk und Nico Pfeiffer.

Von der Bar-Idee zum Turnieren

Aus einer Bar-Idee heraus entstand das Breuningser Steel-Dart-Turnier. Breuningser Jugendliche und besonders Fußballer der Sportgemeinschaft Breunings-Neuengronau spielten anfangs zum Spaß in Partykellern oder Räumen mit einer Dartscheibe. Dann wurde mehr daraus. Björn Flinner und Sebastian Klug sind die Initiatoren des ersten "richtigen" Turniers und hatten auch dieses Mal wieder die Turnierleitung inne. Man schaffte Pfeile und Scheiben an. Christopher Flinner baute aus Holz mobile Stationen, sodass die Dartstände leicht auf- und abgebaut und auch transportiert werden können. Schon am ersten Breuningser Steel-Dart-Turnier nahmen Spieler aus dem fränkischen Zeitlofs teil. Die vier Breuningser Dart-Anlagen standen auch schon mehrmals in Zeitlofs bei dortigen Turnieren und man hat eine freundschaftliche Bande geknüpft. 

So waren wieder einige "über die Landesgrenze" gekommen, um in der kleinsten Sinntal-Gemeinde "Just for Fun" auf die Dartscheibe zu werfen. In acht Gruppen mit jeweils sieben Spielern waren die Teilnehmer eingeteilt. Acht Wertungsrichter registrierten die Ergebnisse und gaben die Zähler direkt in ein Tablet ein. Dank dem in Breunings ansässigen Frank Kauffelt und seiner Firma "FunTabs" wurden die Ergebnisse über eine spezielle App in einen Dart-Computer übermittelt und waren damit in Echtzeit einsehbar. Gespielt wurde in Breunings nach dem 301er-Modus. 

Mit dem Punktestand von 301 fing jeder Spieler an und musste dann den Stand bis auf Null reduzieren, um ein Spiel – das Leg heißt – zu gewinnen. Jeweils drei Pfeile werfen die Spieler abwechselnd. 2,37 Meter ist übrigens der Abstand des Werfers zur Dartscheibe. Dieses Maß legte man urspünglich fest, weil das Ende einer Bierkistenreihe war, von wo einst geworfen wurde. Die Dartscheibenmitte - das Bulls-Eye - hängt 1,73 Meter hoch. Eine Scheibe hat den Durchmesser von 45 Zentimetern und die Trefffläche ist aus Sisal, damit die Pfeile kleben bleiben. Längst ist Dart nicht mehr nur ein Geschicklichkeitsspiel. Der Sport wird immer professioneller oder vereinsmäßig im Wettkampfmodus betrieben.

Mit Stahl-Pfeilen zum Sieg


Die Wurfpfeile beim Steel-Dart sind aus Stahl – daher der Name. Die Dartscheibe ist in unterschiedlich bunte Felder unterteilt, so unterschiedlich sind auch die Zähler. Der Mittelpunkt-Treffer zählt 50 Punkte. Um das Bull-Eye ist ein kleiner Ring mit 25 Zählern, beim mittleren Ring (Triple-Ring) wird der Segmenttreffer mal drei und beim äußeren Double-Ring mal zwei gezählt. Dart-Pfeile sollten nicht länger als 30,5 Zentimeter lang und nicht schwerer als 50 Gramm sein. Der Griffteil (Barrel) ist meist aus Messing oder Wolfram gefertigt. 

Der Schaft ist aus Nylon, Aluminium oder Kohlefaser. Nach spannenden Legs schafften es Marco Schad und Martin Schalk ins Finale. Schad gewann und konnte die offizielle Wanderturniertrophäe in Empfang nehmen. Den dritten Platz erreichte Nico Pfeiffer und Vierter wurde Thomas Böhm. Robin Wolf gewann ein Tablet mit Dart-App von Frank Kauffelt, da er die ersten 180 im Match gespielt hat. Mit verschiedenen Zielwassern und leckerem Gyros war für das leibliche Wohl der Akteure und Zuschauer bestens gesorgt.

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