Rund 3200 Kostüme fest im Griff

Anita Kirchner und Irmgard Boog, die neuen Gelnhäuser Fundus-Schneiderinnen

Bürgermeister Daniel Glöckner freut sich über die Energie der neuen Schneiderinnen Anita Kirchner und Irmgard Boog (rechts), die den Gelnhäuser Fundus auf Vordermann bringen. - Foto: GNZ/ Bruske-Guth


Mittwoch, 25.01.2023

GELNHAUSEN - Die beiden haben den Gelnhäuser Fundus voll im Griff: Seit Juni 2022 sind Anita Kirchner und Irmgard Boog die offiziellen Schneiderinnen der Stadt. Nach einem halben Jahr im Dienst, während dessen sie unter anderem das mittelalterliche Stadtfest und die Weihnachtsführung mit betreut haben, ziehen sowohl Stadt als auch die Schneiderinnen selbst Bilanz und sind sich einig: „Das war ein Glücksgriff!“

Mit dem Start am 1. Juni wurden Anita Kirchner aus Bad Soden-Salmünster und Irmgard Boog aus Schlüchtern direkt „ins kalte Wasser geworfen“. Denn schon wenige Wochen später fand die mittelalterliche Stadtrechtsfeier statt, für die zahlreiche Akteure eingekleidet werden mussten. Kaum war diese Veranstaltung geschafft, ging es mit den Vorbereitungen zur Weihnachtsführung weiter. Dafür mussten in wenigen Wochen unter anderem sechs Mäntel für die Erlebnisführer und zahlreiche Elfenkostüme für Kinder und Erwachsene geschneidert sowie unzählige Kostüme angepasst werden.

„Es hat mir viel Spaß gemacht, gerade weil es so turbulent war. Ich fand es toll, die Leute so zu beraten, dass sie sich in ihren Kostümen wohlfühlten“, sagt Irmgard Boog.

„Und wir haben gleich sehr viele Leute kennengelernt“, ergänzt Anita Kirchner. Die gelernte Schneiderin ist für die Erlebnisführer ein wahrer Glücksfall: Nach der Schneiderlehre arbeitete sie als Gesellin bei einem Münchener Kostümbildner, der Kostüme für Film- und Theaterproduktionen herstellte. Danach studierte sie an der Modeschule Stuttgart und arbeitete in Aschaffenburg als Schnitttechnikerin. Als Entwurfsdirektrice ist es für sie kein Problem, Kostüme nach alten Bildern oder Illustrationen zu schneidern – also genau das, was die Erlebnisführer für historisch korrekte Kostüme brauchen.

Da die bisherigen Schneiderinnen in ihren wohlverdienten Ruhestand gingen, hatte die Stadt Gelnhausen die Stellen ausgeschrieben. Dieser Beitrag ist zuerst in der GNZ erschienen. (GNZ, tmb)

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