BRUCHKÖBEL

Bürgermeisterwahl: Kandidat Dietmar Hußing (unabhängig)

Kandidat Dietmar Hußing (unabhängig) - Foto: privat

22.10.2019
von: Moritz Pappert

Das Rennen um den Einzug ins Rathaus hat begonnen: Heute wird zur Wahl des neuen Bürgermeisters in Bruchköbel Kandidat Dietmar Hußing (unabhängig) vorgestellt.

Angaben zur Person

Geboren 1958 in Herne Westfalen, aufgewachsen in Fulda und Hanau habe ich nach Schulbesuch, Mittlerer Reife und ersten Schritten beruflicher Orientierung die zur damaligen Zeit noch recht unbekannte Ausbildung zum Altenpfleger absolviert.

Die Stadt Bruchköbel bot mir die Gelegenheit meinen Beruf auszuüben, war man doch gerade auf der Suche nach einer Person, die die Position eines Seniorenberaters besetzen sollte. Das damalige politische Ziel Udo Müllers war es, dem sich abzeichnenden demografischen Wandel in der Gesellschaft Rechnung zu tragen und die Potenziale der älteren Generation herauszuarbeiten. Weg von einer defizitären Betrachtung des Alters, hin zu einer aktiven Partizipation. Meine Aufgabe bestand darin, die Offene Altenhilfe in Form eines aktiven, vernetzten Seniorenbüros zu entwickeln.

Ich bin innerhalb meiner Familie sehr früh mit Politik und gesellschaftlichen Fragen in Berührung gekommen. Mich haben diese Zusammenhänge durchgängig interessiert und ich habe mich zeit meines Lebens politisch und sozial engagiert.

Erst in der Jungen Union, später dann in der Christlich Demokratischen Union Hanau in einigen, teilweise über die Politik hinausgehenden, Projekten, wie z.B. der Unterstützung von Hilfstransporten nach Russland, in die Partnerstadt des Main-Kinzig-Kreises Istra und nach Polen während der Zeit des Kriegsrechtes in den 80er Jahren mit unvergessen Begegnungen mit dem späteren Präsidenten Lech Walesa.

Rund 20 Jahre habe ich mich in der Hanauer Kommunalpolitik engagiert. Habe in zahlreichen Führungsfunktionen in der Partei und Fraktion den dortigen Stadtumbau (Wedi) begleitet. Ich habe dem Ausschuss Kultur Schule Sport vorgestanden und in zahlreichen Aufsichtsräten wie z.B. Stadtwerke Hanau und der Baugesellschaft Verantwortung übernommen.

Mitte der 80er Jahre bis Mitte der 90er Jahre war ich insgesamt elf Jahre für die Belange der Belegschaft darunter viele Jahre als Vorstand des Personalrats der Stadt Bruchköbel engagiert.

Innerhalb der Verwaltung übernahm ich elf Jahre lang die Verantwortung für die Abteilung Familie, Bildung, Soziales und habe dabei sehr viel Wert gelegt auf die Vernetzung aller Bereiche in die Bürgerschaft. Dies habe ich mit sehr vielen persönlichen Begegnungen begleitet. Gemeinsam wurden dabei Projekte wie

Gesundheitstage und Tage der älteren Generation

Vorlesepaten für die Kindertagesstätten

die Seniorenzeitung und das Seniorenreiseprogramm

neue Bildungsangebote realisiert.

Vereine wie die Bürgerhilfe Bruchköbel e.V., der Seniorensportverein und die Seniorenwerkstatt wurden auf meine Initiative und in Kooperation mit mir gegründet.  Zehn Jahre übernahm ich die Leitung der Parkinson Regionalgruppe Bruchköbel/Main-Kinzig.  

Ich habe seit 2015, mit Beginn der Zunahme an flüchtenden Menschen die Verantwortung angenommen die uns zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen und Ihnen unser Gemeinwesen näherzubringen. Dabei half mir meine frühere Erfahrung als gewählter Ausländerbeauftragter des Main-Kinzig Kreises, die ich für einen Zeitraum von fast 10 Jahren ausüben durfte.

Ich habe über meine beruflichen Tätigkeiten hinaus immer auch das ehrenamtliche Engagement gesucht, so als Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Marketingvereins, als Vorstandsmitglied des der Caritas Hanau Main-Kinzig, ebenso wie jetzt, den Vorsitz im Kulturring Bruchköbel e.V.

Nach Angaben meiner Mitmenschen zeichnen mich Geduld, Gelassenheit, Humor und Zielstrebigkeit aus. Ich schaue sehr gerne über den Tellerrand hinaus und mag den Perspektivwechsel.

In zweiter Ehe verheiratet und mit drei bezaubernden Töchtern sowie einem Hund lebe ich privat ein vielfältiges und harmonisches Leben.  Ich liebe meinen Garten, lese viel und koche (meist erfolgreich) für meine Familie.      

Was wollen Sie in der Gemeinde verändern bzw. anders machen als Ihr Vorgänger?

Mit meiner Wahl erhält die Stadt Bruchköbel eine echte Chance für einen Wandel zur Entfaltung ihrer seit langem schlummernden Kapazitäten.

Zu lange hat man nach Innen geschaut und im immer Gleichen verharrt, statt eigene, innovative und mutige Konzepte zu entwickeln und die Stadt insgesamt nach vorne zu bringen. Es steht an, als Mittelzentrum, Einkaufs-, Wirtschafts-, Kultur- und beliebter Lebensstandort in der Region Frankfurt Rhein Main etabliert zu sein und gut zu bestehen. Um das zu erreichen, gehört Stand heute, Einiges an Weitblick und harter gemeinsamer Arbeit dazu, dass zu erreichen.

Wie sieht Ihr Wahlprogramm aus?

In meinem Auftritt unter www.ausliebezubruchkoebel.de kann sich jeder informieren. Im Wesentlichen spreche ich dort an, wie wir innerhalb der Verwaltung und zur Politik eine offenere Haltung und umfassende Kommunikation einführen, um ein effektives Querschnittsmanagement für gute Ergebnisse zu bilden. Es geht um punktgenaue und zügige Entscheidungen in wichtigen Fragen wie der Wohnbebauung statt des ewigen sich gegenseitig Stoppens und sich Ausbremsens. Zu meinem Wahlprogramm gehört auch eine umfassende Bürgerbeteiligung bei der gesamten Stadtentwicklung.  

Warum glauben Sie, dass Sie für den Posten als Bürgermeister geeignet sind?

Um die so notwendigen Veränderungen für unsere Stadt anzustoßen, braucht man neben einem guten Team, das es zu formieren gilt, eine klare und beherzte Führung. Es sind viele Menschen ins Boot zu holen und zu überzeugen, wenn man Ziele gemeinsam erarbeiten und erreichen will. Das habe ich mein Leben lang erfolgreich getan und werde diese Erfahrung und Kompetenz, gepaart mit Weitblick und Gelassenheit, zum Wohle meiner Stadt einsetzen.

Wo sehen Sie sich und die Gemeinde in zehn Jahren?

Grün, belebt und aus vielen weiteren Gründen äußerst attraktiv. Wir haben viele Kinder und junge Menschen in unserer Stadt. Es gibt ein beliebtes Kulturangebot und eine anerkannte Qualität in der Pflege und Betreuung sowohl für Kinder als auch für ältere Menschen. Ein regional beliebtes Jugend- und Kreativzentrum, Werkstätten, nachhaltige Angebote wie ein Unverpackt-Laden, ein regionales Netzwerk für Biolebensmittel und E-Fahrräder und Leihstationen für gebrauchte Gegenstände erweitern unsere Möglichkeiten. Der öffentliche Personennahverkehr vor allem auf der Schiene nach Hanau und Friedberg ist enger getaktet. Wir haben eine belebte und in der Region beliebte Innenstadt weil es attraktiv ist, sich hier aufzuhalten und einzukaufen. Es gibt ein hervorragendes Ärzteangebot auch im neuen Zentrum. Wohnangebote für jedes Alter und jede Lebenslage ermöglichen es , sich in unserer Stadt anzusiedeln. Wir bieten jedem Bürger einen umfassenden Service digital wie analog. Unsere Stadtverwaltung bietet an, vom Kitaplatz bis zum passenden Ehrenamt oder Pflegeplatz, bei der Suche zu helfen. Die Mischung einer modernen Kleinstadt mit ländlichem Flair und hohem bürgerschaftlichem Engagement zeichnet uns aus.  

Was wollen sie als Erstes in Angriff nehmen, wenn sie gewählt werden?

Die Bildung von fachübergreifenden Arbeitsteams in der Verwaltung um die neuen Arbeitsaufgaben zu schultern. Zum Alten Rathaus möchte ich zeitnah in Workshops mit Bürger*innen erarbeiten was geschehen soll. Das bereits existierende Konzept, dort ein Kulturzentrum für alle Bürger*innen einzurichten, soll – wenn es weiter Anklang findet - noch genauer ausgearbeitet und dann zügig umsetzt werden.   +++