Regionalversammlung hat gesprochen

Grünes Licht für Raumordnung bei Neubaustrecke Gelnhausen-Kalbach

Der Korridor verläuft von Gelnhausen bis Schlüchtern im Kinzigtal und führt weiter nach Nordosten bis südlich von Kalbach. - Archivfoto: O|N/Hans-Hubertus Braune


Donnerstag, 25.05.2023

GELNHAUSEN / MKK / FULDA - Die Regionalversammlung Südhessen (RVS) hat in ihrer jüngsten Sitzung der landesplanerischen Beurteilung der Regierungspräsidien Darmstadt und Kassel zur Neubaustrecke Gelnhausen-Kalbach einstimmig zugestimmt.

Die DB Netz AG hatte die Variante IV zur Raumordnung beantragt. Die beiden Präsidien beurteilten diesen Korridor als raumverträglich. Der Korridor verläuft von Gelnhausen bis Schlüchtern im Kinzigtal und führt weiter nach Nordosten bis südlich von Kalbach.

Die Regionalversammlung Nordhessen wird voraussichtlich in ihrer Sitzung am 20. Juli über die landesplanerische Beurteilung abstimmen. Eine Zustimmung in Nordhessen vorausgesetzt, könnten die beiden Oberen Landesplanungsbehörden das von der Deutschen Bahn bei ihnen beantragte Raumordnungsverfahren (ROV) für die Neubaustrecke dann abschließen.

Vielzahl möglicher Varianten geprüft


In Vorbereitung auf das ROV hatte die DB Netz AG eine Vielzahl möglicher Varianten geprüft und eine engere Auswahl von Alternativen einem Vergleich unterzogen. Im sogenannten Dialogforum – einer von dieser selbst freiwillig durchgeführten, frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung - stellte die Bahn 2018 die Ergebnisse vor.

Die Regierungspräsidien hatten das Verfahren 2020 eingeleitet und die Öffentlichkeit formell beteiligt. Vier Monate lang konnten die Unterlagen der DB Netz AG eingesehen und dazu Stellung genommen werden. Die Pläne waren sowohl auf der Internetseite beider RPen als auch vor Ort bei beiden Behörden, in den Kreisverwaltungen sowie in den Rathäusern der von dem Vorhaben betroffenen Kommunen einsehbar. Die Stellungnahmen konnten in dem Zeitraum sowohl online als auch schriftlich beim RP Darmstadt eingereicht werden. 2021 wurden diese drei Tage lang erörtert.

Während es im ROV um die Findung der in der Gesamtschau aller Aspekte positivsten Variante und um die Optimierung der Raumverträglichkeit geht, ist das Ziel von Planfeststellungsverfahren eine Baugenehmigung. Den konkreten Verlauf der Trasse wird die DB Netz erst im Rahmen ihrer Feinplanung festlegen und dann zur Planfestellung beim Eisenbahnbundesamt beantragen. Aufgrund des Streckenumfangs der Neubaustrecke wird es voraussichtlich mehrere Abschnitte und damit mehrere Verfahren geben. (red)

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