Der Stadtpfarrer bei KN

Impuls von Stefan Buß: Ein bisschen so wie Martin

Stadtpfarrer aus Fulda - Stefan Buß - Foto: KN/Hendrik Urbin


Samstag, 11.11.2023
von STEFAN BUß

FULDA / MKK - Am 11.11. wird nicht nur die Fastnachtskampagne eröffnet, sondern e auch ein besonders populärer Heiliger geehrt – St. Martin. Und wer kennt ihn nicht den Soldaten, der seinen Mantel mit dem armen Bettler teilt. 

Martin war ein römischer Soldat, der um das Jahr 316 nach Christus geboren wurde. Der Legende nach ritt er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbei. Der Mann tat ihm so leid, dass Martin mit dem Schwert seinen warmen Mantel teilte und dem Bettler eine Hälfte schenkte. In der Nacht erschien Martin der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen. Nach diesem Erlebnis ließ sich Martin taufen und im christlichen Glauben unterrichten. Später baten ihn die Menschen der Stadt Tours (heute Frankreich), ihr Bischof zu werden. Doch der bescheidene Martin hielt sich des Amtes nicht für würdig und versteckte sich - einer Überlieferung zufolge - in einem Gänsestall. 

Die schnatternden Vögel verrieten ihn allerdings und er wurde doch zum Bischof geweiht. Einer anderen Legende nach waren die Gänse in die Kirche gewatschelt und hatten mit ihrem Schnattern Martins Predigt gestört - zur Strafe wurden sie danach gebraten. Rund 30 Jahre lang war Martin Bischof von Tours und soll zahlreiche Wunder vollbracht haben. Am 11. November 397 wurde er zu Grabe getragen und später heiliggesprochen. Heute ist St. Martin der Schutzpatron etlicher Berufsgruppen, etwa der Winzer, Weber und Schneider. Außerdem kümmert er sich der frommen Überlieferung nach um Bettler, Soldaten -und Haustiere. In den Kindertagesstätten wird man in diesen Tagen unterwegs sein in Laternenumzügen und es werden viele Martinslieder gesungen. Sie halten seine Haltung unter den Menschen wach und es wäre gut, wenn nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene wenigstens so ein bisschen wie Martin im Alltag wären. 

Ein Lied von Elke Bräunung ruft dazu auf: „Ein bisschen so wie Martin möcht´ ich manchmal sein und ich will an andre denken, ihnen auch mal etwas schenken. Nur ein bisschen, klitzeklein, möcht´ ich wie Sankt Martin sein. Ein bisschen so wie Martin möcht´ ich manchmal sein und ich will auch mit dir teilen, wenn du rufst, schnell zu dir eilen. Nur ein bisschen, klitzeklein, möcht´ ich wie Sankt Martin sein. Ein bisschen so wie Martin möcht´ ich manchmal sein und ich will im Streit nicht leben, dir die Friedenspfeife geben nur ein bisschen, klitzeklein, möcht´ ich wie Sankt Martin sein. Ein bisschen so wie Martin möcht´ ich manchmal sein und ich werd´ dich nicht verpetzen oder gegen andre hetzen. Nur ein bisschen, klitzeklein, möcht´ ich wie Sankt Martin sein. Ein bisschen so wie Martin möcht´ ich manchmal sein und ich schenk´ dir mein Vertrauen, du kannst immer auf mich bauen. Nur ein bisschen, klitzeklein, möcht´ ich wie Sankt Martin sein. (Elke Bräunling, Text) Versuchen wir doch alle in unserem Alltag so ein bisschen klitzeklein wie Martin zu sein.

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