Frau Dr. Leikert informiert sich bei WärmeEnergie

Großkrotzenburg Vorreiter bei erneuerbarer Energieerzeugung

v.l.n.r.: Dr. Andreas Brors (EAM Natur Energie GmbH), Markus Hardt, Katrin Rohmann (beide WärmeEnergie Großkrotzenburg), Dr. Katja Leikert MdB und Theresa Neumann (Bürgermeisterin von Großkrotzenburg). - Foto: Privat


Freitag, 24.11.2023

GROßKROTZENBURG - Erneuerbare Energien im großen Stil lokal produziert: Bei ihrem Besuch der WärmeEnergie Großkrotzenburg tauchten die Hanauer Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert und Bürgermeisterin Theresa Neumann in die Schlüsselthemen der Wärmewende ein. Der Geschäftsführer der EAM Natur Energie GmbH, Dr. Andreas Brors, und die Geschäftsführer von WärmeEnergie Großkrotzenburg, Markus Hardt und Katrin Rohmann, gaben Einblicke in aktuelle Herausforderungen und stellten ihr Leuchtturmprojekt der Wärmegewinnung mit Großwärmepumpen vor.

Das Ziel der stadteigenen WärmeEnergie: langfristig 90 Prozent der Wärme für ihre 700 überwiegend Großkunden in Großkrotzenburg aus regenerativen Energien zu erzeugen. Dies wird durch den Einsatz innovativer Großwärmepumpen erreicht, die ihre Energie aus dem Mainwasser beziehen. Eine Biomasseanlage und ein zukünftig geplantes, mit Bioerdgas versorgtes Blockheizkraftwerk auf dem Gelände des Kraftwerks Staudinger unterstützen die Wärmeerzeugung insbesondere in Spitzenzeiten. Eine solche Energiegewinnung ist in Hessen bisher einzigartig. Das Leuchtturmprojekt aus Großkrotzenburg mit Nutzung der Großwärmepumpen wird anderen hessischen Städten als Referenz und Beispiel dienen.

Industrie steht vor enormen Herausforderungen


Trotz der vielversprechenden Entwicklungen betont Dr. Andreas Brors, dass die erfolgreiche Umsetzung der Wärmewende noch einige Hindernisse überwinden muss. Die Industrie steht vor enormen Herausforderungen – angefangen bei den aktuell volatilen Energiepreisen aufgrund des Ukraine-Krieges bis hin zur anstehenden Dekarbonisierung der Wärme- und Energieerzeugung. Markus Hardt weist darauf hin, dass es oft an klaren und verlässlichen Rahmenbedingungen mangelt, die für eine erfolgreiche Energiewende erforderlich sind.

„Die Tatsache, dass Großkrotzenburg einen solchen Vorreiter in der Wärmewende beherbergt, ist ein echter Standortvorteil und zeigt, dass die Wärmewende gelingen kann“, so Bürgermeisterin Neumann.

„Der Krieg hat das Bewusstsein für eine unabhängige Energieversorgung gestärkt. Jetzt liegt es an der aktuellen Bundesregierung, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Klimaschutz und Wirtschaftswachstum zu schaffen“, betont Leikert abschließend. (red)

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