Verzögerungen und Ausfälle

Am Freitag: Verdi ruft zu Warnstreiks im ÖPNV auf

Am Freitag stehen die Zeichen auf Arbeitskampf. - Symboldbild: O|N/Henrik Schmitt


Mittwoch, 31.01.2024

HESSEN - Fahrgäste müssen sich am Freitag auf Verzögerungen und Ausfälle im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einstellen.

"Die Beschäftigten des ÖPNV in Hessen sind aufgerufen, sich am bundesweiten Streik zu beteiligen. Der Ausstand findet am Freitag, 2. Februar, statt. Er beginnt zur Frühschicht und endet mit der Spätschicht. Aufgerufen sind alle 8.000 Beschäftigten, die in einem kommunalen Verkehrsunternehmen in Hessen arbeiten", teilt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) mit.

Dies betreffe laut Verdi vor allem die Fahrer von U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen (sofern öffentlich betrieben) sowie die jeweiligen Verwaltungsbeschäftigten. Hauptsächlich betroffene Städte seien Kassel, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden.

Kundgebung in Wiesbaden


"Die Streikenden aus ganz Hessen reisen nach Wiesbaden, um dort gemeinsam mit Kollegen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg an einer Kundgebung auf der Theodor-Heuß-Brücke teilzunehmen. Die Kundgebung findet zwischen 11 und 13 Uhr statt. Dort sprechen wird die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle", heißt es in der aktuellen Pressemitteilung der Gewerkschaft.

Hintergrund: In den Tarifverhandlungen gehe es vor allem um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Verdi fordert in Hessen beispielsweise die Streichung der untersten drei Entgeltgruppen für Fahrer von U- und Straßenbahnen, Bussen (sofern öffentlich betrieben) und für das Verwaltungspersonal. Einsteiger würden dann mit einem Gehalt der jetzigen Stufe 3 beginnen. Dies würde rund 200 Euro ausmachen.

"Darüber hinaus soll eine lange Betriebszugehörigkeit gefördert werden. Dafür soll eine weitere Erfahrungsstufe (6) geschaffen werden. Derzeit macht es keinen Unterschied, ob jemand 15 oder 40 Jahre im Betrieb ist. Nach zwölf Jahren erfolgt keine Gehaltserhöhung mehr. Eine Erfahrungsstufe 6 würde eine Lohnerhöhung von ungefähr 4,5 Prozent ausmachen", erläutert Verdi. (red/sh)

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