Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar

Main-Kinzig-Kreis: Hilfe für Familien in schwerer Zeit

Im Einsatz für den Malteser ambulanten Hospizdienst im Landkreis Fulda und im Main-Kinzig-Kreis (von links): Sabine Kroh, Susanne Kohlhepp, Charlotte Schwarz und Ramona Luckhardt. - Foto: Malteser Fulda


Freitag, 09.02.2024

MAIN-KINZIG-KREIS - Wenn in Familien ein Kind, Jugendlicher oder Angehöriger lebensverkürzt erkrankt ist, stellt dies eine besondere Belastung für sie dar. Der Malteser ambulante Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst in Fulda/Main-Kinzig-Kreis unterstützt diese Familien in dieser Zeit und auch darüber hinaus. Zum Tag der Kinderhospizarbeit, jährlich am 10. Februar, möchten die Haupt- und Ehrenamtlichen des Dienstes auf ihre Arbeit aufmerksam machen.

„Die Hauptenergie in diesen Familien konzentriert sich fast zwangsläufig auf das erkrankte Kind. Gesunde Geschwister geraten dadurch fast unumgänglich an den Rand, die Eltern brennen durch die andauernde Herausforderung zunehmend aus“, sagt Ramona Luckhardt, Koordinatorin Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst im Main-Kinzig-Kreis.

Für die schwierige Lebenssituation seien gut qualifizierte Ehrenamtliche, die den Ge-schwisterkindern Zeit und Raum geben, ihre Wünsche zu leben, ebenso wichtig wie das Gesprächsangebot von psychologischen Fachkräften und Seelsorgenden für Väter und Mütter. Luckhardt: „Durch die schwere Krankheit der Kinder wird die gesamte Lebensplanung auf den Kopf gestellt und die Paarbeziehung der Eltern oft extrem belastet. Gesunde Geschwisterkinder werden manchmal zu pflegenden Angehörigen, was sie – zumal in jungen Jahren zwischen sechs und 17 Jahren – in eine Verantwortung nimmt, denen sie noch nicht gewachsen sein können.“

Die Ehrenamtlichen des Dienstes unterstützen mit ihrer Zeit


Betreuen das erkrankte Kind oder widmen sich dem Geschwisterkind. Jede Betreuung sei individuell auf die Familie angepasst. „Keine Familienbegleitung gleicht der anderen, jede Familie hat andere Bedarfe, die sich, je nach Situation, auch verändern können. Wir dürfen uns den Gegebenheiten der Familien anpassen“, so die Koordinatorin.

Dabei endet die Betreuung nicht mit dem Tod der erkrankten Person. „Ganz gleich welcher Verlust von den Kindern betrauert wird, bieten wir in unserer Trauergruppe Möglichkeiten, das Erlebte zu verarbeiten“, so Luckhardt.
56 Familien werden derzeit vom Malteser ambulanten Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst MKK-Fulda betreut. Der Dienst finanziert sich aus Spenden und ist für die Familien kostenfrei.

Mehr zum Dienst gibt es unter www.malteser-mkk.de. (red)

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