"Große Gefahr für die Menschen"

DAS ist das Fluchtauto der Geldautomaten-Sprenger

Das ist das Fluchtauto der Geldautomaten-Sprenger - Fotos: Moritz Pappert


Samstag, 10.02.2024
von MORITZ PAPPERT

MAIN-KINZIG-KREIS - Die Geldautomaten-Sprengungen vor wenigen Tagen im Main-Kinzig-Kreis schockierten die Region. Innerhalb weniger Tage haben die Täter Geldautomaten in Brachttal, Wächtersbach und Jossgrund gesprengt. Nur wenige Stunden nach der Sprengung in Jossgrund wurden drei Täter gefasst. KINZIG.NEWS hat exklusive Bilder vom Fluchtauto.

Das Auto (ein BMW) steht derzeit im Polizeipräsidium Südosthessen in Offenbach. Dort haben die Spezialisten der Spurensicherung modernste Möglichkeiten, das Auto auf Spuren zu untersuchen. 

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte bei einem Besuch des Polizeipräsidiums Südosthessen: "Wir wollen alles unternehmen, dass Phänomen der Geldautomaten-Sprengungen gelöst werden kann. Prävention und Repression sind hier wichtig. Der Polizei ist es gelungen, drei Personen festzunehmen. Diese kamen in Haft und werden ihre Strafe bekommen. Geldautomaten-Sprengungen sind eine große Gefahr für die Bevölkerung. Die Sprengkraft ist enorm." 

Er appelliert auch an die Banken, mehr zu Prävention zu unternehmen. "Es wurden die Automaten gesprengt, bei Banken, die keine besonderen Vorkehrungen hatten. Deshalb sollen die Banken ihren Verpflichtungen nachkommen. Diese Taten sind eine große Gefahr für die Menschen", warnt Poseck. Aber er sagt auch: "Wir sind optimistisch, dass wir die Herausforderung bewältigen können - im Interesse der Sicherheit der Menschen."

Hintergrund:

Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei aus den Niederlanden stammende Männer im Alter von 22, 29 und 32 Jahren. Dem Trio wird vorgeworfen, gegen 2.30 Uhr einen Geldautomaten in einer Bankfiliale im Ortsteil Oberndorf mittels Festsprengstoff gesprengt zu haben. Anschließend sollen die Täter mit einem gestohlenen hochmotorisierten Fahrzeug vom Tatort geflüchtet sein. Kurz darauf kollidierten die Tatverdächtigen in der Nähe des Tatorts mit einem anderen Fahrzeug, sodass sie ihre Flucht zu Fuß fortsetzen mussten.

Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Großfahndung, die mit Unterstützung von Kräften der bayerischen Polizei erfolgte und bei der auch ein Polizeihubschrauber sowie Spürhunde zum Einsatz kamen, konnte ein 22-jährige Beschuldigter kurz nach der Tat auf einem Feld in der Nähe der Ortsbebauung von Oberndorf festgenommen werden. Die mutmaßlichen Mittäter wurden im Laufe des Vormittags in Lohrhaupten, Main-Kinzig-Kreis, sowie im Stadtgebiet von Bad Orb gefasst, nachdem aus der Bevölkerung zahlreiche Hinweise eingegangen waren.

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