„Kluger Kopf mit einem großen Herz“

MKK-Kreisgremien würdigen verstorbenen Kommunalpolitiker Albert Hof

Langjähriger Kreistagsvorsitzender war „überzeugter Parlamentarier“ - Foto: MKK


Donnerstag, 22.02.2024

MAIN-KINZIG-KREIS - m Dienstag (20.02.) ist der bekannte Kommunalpolitiker aus Freigericht und langjährige Kreistagsvorsitzende, Albert Hof (SPD), im Alter von 92 Jahren gestorben. Landrat Thorsten Stolz würdigt Albert Hof als einen „klugen politischen Kopf mit einem großen Herz für den Main-Kinzig-Kreis“. Im Namen des gesamten Kreisausschusses und der Kreisgremien sprechen Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann sowie der Kreistagsvorsitzende Carsten Ullrich ihr Mitgefühl aus und übermitteln der Familie sowie den nächsten Angehörigen die aufrichtige Anteilnahme.

Bereits sehr früh begann Albert Hof mit seiner politischen Tätigkeit und trat 1956 im Alter von 24 Jahren in die SPD ein. Zwei Jahre später gründete er den Ortsverein in seinem Heimatort Somborn und saß 1960 bereits in der Gemeindevertretung sowie im Kreistag des damaligen Landkreises Gelnhausen. 1964 wechselte er in den Gemeindevorstand. Doch in der Exekutive hielt es ihn nur eine Legislaturperiode lang. Albert Hof – schon damals Parlamentarier durch und durch – zog es wieder dorthin, wo man diskutieren und abstimmen kann. Dort wirkte er bis 1989.

Als engagierter Kommunalpolitiker und erfahrener Stratege hat Albert Hof viele Menschen motiviert und beeinflusst. Auch Landrat Thorsten Stolz erinnert sich „mit großem Respekt“ an die Begegnungen und Gespräche mit dem „überzeugten Kreispolitiker“. Rund 45 Jahren übte der gelernte Kaufmann und spätere Rektor der Grundschule in Somborn ohne Unterbrechung ein Abgeordnetenmandat im Kreistag aus. „Hier verknüpfte er sein berufliches Interesse mit der Politik und widmete sich in Kommissionen und Ausschüssen vorrangig den Fragen der Bildung, Kultur sowie den Partnerschaften des Kreises“, erinnert sich Thorsten Stolz.

Herz für Partnerregionen

Besonders am Herzen lagen ihm die Kontakte in die Partnerregionen in Ungarn, Russland, Polen und Kroatien. Regelmäßig begleitete er die Hilfstransporte in die Partnerstadt Kutina und pflegte jahrelang enge Kontakte. Er war über Jahrzehnte Mitglied im Sportverein Somborn, Gründungsmitglied des Freigerichter Heimat- und Geschichtsvereins sowie Unterstützer des Fördervereins Grundschule Somborn. Nach seiner kaufmännischen Lehre und den beruflichen Stationen von 1950 bis 1958 bei der Firma W.C. Heraeus in Hanau und bis 1960 bei der BBC in Großauheim begann er ein Pädagogikstudium. Seine erste Stelle als Lehrer trat er im August 1963 an in der Volksschule Neuenhaßlau. Drei Jahre später wurde er Konrektor an der Grund- und Hauptschule Eidengesäß. Von 1972 bis zur Pensionierung 1993 war er schließlich Rektor an der heutigen Bischof-Dr.-Schreiber-Grundschule in Somborn. Mit seiner Ehefrau Therese konnte er 2018 die Diamantene Hochzeit feiern. Sie war im Oktober 2020 gestorben.

Albert Hof

Albert Hof

Neben seinem Beruf und der Familie widmete er sich aber vor allem der Politik. „Besondere Anerkennung und Respekt über Parteigrenzen hinweg erhielt Albert Hof für seine Tätigkeit an der Spitze des Kreistages“, erinnert sich der heutige Kreistagsvorsitzende Carsten Ullrich. Nach der Kommunalwahl 1989 wählten ihn die Abgeordneten zunächst zum stellvertretenden Vorsitzenden, 1993 übernahm er dann den Vorsitz. Nach 13 Jahren in dieser Position wechselte er im März 2006 in den verdienten Ruhestand.

Überzeugter Verfechter des MKK

Im Zuge der Diskussionen um die Gebietsreform der 70er Jahre war er ein überzeugter Verfechter für den geplanten Main-Kinzig-Kreis und engagierte sich mit großem persönlichen Einsatz für das Zusammenwachsen und die Entwicklung des Landkreises. „Mit seiner Lebensleistung ist Albert Hof zweifellos einer der wichtigsten politischen Repräsentanten in der Geschichte der Region. Er hat sich um die Entwicklung des Main-Kinzig-Kreises in besonderem Maße verdient gemacht“, betont Landrat Thorsten Stolz. Gewürdigt wurde dieses herausragende Engagement unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz (1993) am Bande sowie dem Landesehrenbrief (1985).

Für den Main-Kinzig-Kreis bedeute der Tod von Albert Hof einen schweren Verlust, so die Kreisspitze „Wir werden ihn als vorbildlichen und kompetenten Weggefährten in Erinnerung behalten“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann sowie der Kreistagsvorsitzende Carsten Ullrich. Gemeinsam sprechen sie den Angehörigen ihr aufrichtiges Beileid aus. (red)

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