Auf der Suche nach Frieden

Bibelgarten in Sterbfritz: Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Thema

Auf die Suche nach Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung haben sich evangelische und katholische Frauen aus Sterbfritz bei der Vorbereitung des dritten Bibelgartens am Alten Friedhof in Sterbfritz begeben. - Fotos: Walter Dörr


Dienstag, 14.05.2024
von WALTER DÖRR

SINNTAL - Auf die Suche nach Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung haben sich evangelische und katholische Frauen aus Sterbfritz bei der Vorbereitung des dritten Bibelgartens am Alten Friedhof in Sterbfritz begeben.

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, in der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDHS) zur Förderung eines nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten genannt sind, nahmen sich Beate Schmitz, Tanja Müller, Kathrin Jung, Andrea Weinbrenner, Susanne Enders, Bettina Richter, Eva Kirst, Elvira Ullmann, Sandra Vollweiter, Sara Lade, Anke Benkner und Ottilie Seifert zum Thema und gestalteten den diesjährigen Bibelgarten – auch mit 17 Stationen.

Die Eröffnung erfolgte mit einem Open-Air-Gottesdienst der Evangelischen Christusgemeinde in Sinntal und Marjoß, den Pfarrer Arne Schmitz hielt. Neben zahlreichen Gläubigen begrüßte er auch den Dekan des Kirchenkreises Kinzigtal Wilhelm Hammann und Pfarrer Lukas Altvater von der Evangelischen Christusgemeinde in Sinntal und Marjoß (Neuengronau, Altengronau, Jossa). Man solle sich von den 17 Stationen des ökumenischen Arbeitskreises, die mit viel Mühe und Liebe zum Detail gestaltet wurden, inspirieren lassen, empfahl Pfarrer Schmitz. Er wies auf das Thema „die Agenda 2030 der Vereinten Nationen“ hin, in der seit 2015 alle Länder an Visionen zur Bekämpfung der Armut und Reduzierung von Ungleichheiten in nationalen Entwicklungsplänen arbeiten.

Ein schwieriges Thema auf der ganzen Welt


Die Umsetzung gestalte sich schwierig, doch sei es bis 2030 möglich, motivierte Pfarrer Schmitz. Bei dem Open-Air-Gottesdienst, der von Sebastian Ruppert am Keyboard musikalisch umrahmt wurde, stellte Pfarrer Schmitz auch die neuen Konfirmanden der Gemeinde vor. Wenn man sich dem nachhaltigen Leben von der Bibel her nähert, komme man schnell zum Thema „Schöpfung“, hießt es auf einer Informationstafel. Die gesamte Schöpfung, in der der Mensch nur ein Teil sei, aber der Teil, der die Schöpfung bewahren – und nachhaltig schädigen kann.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen würden weit über den Klimaschutz und Naturerhaltung hinausgehen, wenngleich hier notwendige Voraussetzungen liegen: Klimawandel führe zu sozialer Ungerechtigkeit, sodass auch die Armutsbekämpfung erschwert werde. Besonders wichtig ist, sich den Bedürfnissen und Prioritäten der schwächsten Bevölkerungsgruppen und Länder anzunehmen, denn nur wenn niemand zurückgelassen wird, könnten die 17 Ziele bis 2030 erreicht werden.

Der Schöpfungspsalm


Im Psalm 104, dem „Schöpfungspsalm“, machten sich die Damen auf die Suche nach assoziativen Entsprechungen zu den Nachhaltigkeitszielen – auf die Suche nach Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. An den Stationen im Bibelgarten gab es dann besondere Aha-Momente. Erläuterungen, Gebete und Psalme waren jeweils auf Informationstafeln vermerkt. 

Lasst Euch durch die Fotostrecke von unserem Fotografen Walter Dörr vom Bibelgarten 2024 in Sterbfritz inspirieren.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen:


1. Keine Armut, 2. Kein Hunger, 3. Gesundheit und Wohlergehen, 4. Hochwertige Bildung, 5. Geschlechtergleichheit, 6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, 7. Bezahlbare und saubere Energie, 8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, 9. In-dustrie, Innovation und Infrastruktur, 10. Weniger Ungleichheiten, 11. Nachhaltige Städte und Gemeinden, 12. Nachhaltige(r) Konsum und Produktion, 13. Maßnahmen zum Klimaschutz, 14 Leben unter Wasser, 15. Leben auf dem Land, 16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen, 17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele. 

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