Schwarzenfels hatte viel zu bieten

Erste "neue" Gewerbeschau des Gewerbevereins Sinntal

Unter dem Motto Kommen-Sehen-Staunen veranstaltete der Gewerbeverein Sinntal in dem Sinntaler Ortsteil Schwarzenfels eine neue Form der Gewerbeschau, bei der sich das örtliche Gewerbe, die Handwerker, Dienstleister und Künstler präsentierten. - Fotos: Walter Dörr


Montag, 10.06.2024
von WALTER DÖRR

SINNTAL - Unter dem Motto „Kommen-Sehen-Staunen“ veranstaltete der Gewerbeverein Sinntal in dem Sinntaler Ortsteil Schwarzenfels eine neue Form der Gewerbeschau, bei der sich das örtliche Gewerbe, die Handwerker, Dienstleister und Künstler präsentierten.

Im Haus der Begegnung eröffnete die Vorsitzende des Gewerbevereins, Heike Merx, die Schau und hieß dazu auch Bürgermeister Thomas Henfling, die Vorsitzende der Gemeindevertretung Sinntal Brigitte Hartmann, vom Gemeindevorstand Alexander Dietz und Ortsvorsteher Thomas Fuß willkommen. Ein Dank galt allen Beteiligten bei der Organisation und den Ausstellern.

Im Vorfeld habe man viel überlegt und festgestellt, dass die Gewerbeschau in der seitherigen Form nicht mehr zeitgemäß ist. So strebe man generell eine Kooperation mit den Gewerbevereinen Schlüchtern und Steinau an, um sich gegenseitig zu unterstützen. Und weil man an Gewerbe in ganz Sinntal gut aufgestellt ist, entschied man sich, die Gewerbeschauen nicht mehr zentral in der Mehrzweckhalle Sterbfritz durchzuführen. In Schwarzenfels gebe es allein über zwanzig Gewerbetreibende. Und weil die Holzwerkstätte Schiefer ihr 45jähriges Bestehen begeht, habe man den Vorort-Termin übernommen. Kurzfristig sei noch das Baugewerbe mit einer Präsentation hinzugekommen.

„Mich freut, dass man sich in Sinntal näherkommt und zusammenwächst“, so Merx. Bürgermeister Thomas Henfling hieß die Gäste in Schwarzenfels willkommen und sagte, dass das neugewählte Format des Gewerbevereins genau der richtige Weg sei. Mit den Angeboten werde die Vielseitigkeit der Region widergespiegelt.

International, innovativ und vielfältig


Sinntal sei international, innovativ und vielfältig. Die Gewerbeschau diene nicht nur der Präsentation von Produkten, sondern auch dem Austausch von Fachwissen und Manpower. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachleute habe stark zugenommen. So könne die Gewerbeschau in Schwarzenfels dazu beitragen, dass jüngere und erfahrene Fachkräfte ihren künftigen Arbeitgeber finden. Schwarzenfels bezeichnete Henfling als überregionales Zugpferd mit Qualität von engagierten Unternehmern. „Ich bin überzeugt, dass die neue Gewerbeschau funktioniert“, so Henfling. Er unterstrich die Zusammenarbeit und nicht die Konkurrenz im Bergwinkel. Seitens des Gemeindevorstandes sagte der Bürgermeister weitere Unterstützung zu.

Mit einem Blick auf die Spendenbox, in der der Gewerbeverein Sinntal bei der Gewerbeschau Spenden für die Hochwasser-Katastrophenopfer in Bayern und Baden-Württemberg sammelte, erinnerte sich Henfling an den August 2023, wo einige Sinntaler Ortsteile Hochwasser hatten. Spontan schob er den ersten Spendenschein in den Schlitz des Kastens. Die Vorsitzende der Gemeindevertretung Brigitte Hartmann sah bei „Kommen-Sehen-Staunen“ interessante Einblicke in die heimische Wirtschaft. Sie bedeuteten auch die Kaufkraft in Sinntal zu stärken. Welche Bedeutung Gastronomie, Handel und Handwerk für Sinntal haben, werde den meisten Konsumenten erst bewusst, wenn man sie nicht mehr Vorort hat. Dann sei es aber zu spät. Wenn die Wirtschaft floriert, stelle sich Leben in der Gemeinde ein. Und das setze die Entwicklung einer gesunden Infrastruktur voraus, die für eine angenehme Lebensweise sorgt.

Fotos: Walter Dörr
Fotos: Walter Dörr

Eine starke Wirtschaft sorgt für Freiheit


Eine starke Wirtschaft sei Teil der persönlichen Freiheit. Man brauche starke Vereine, wie den Gewerbeverein Sinntal, dessen Mitglieder soziale Bindungen, Ideen und gesellschaftliches Leben bieten. Hartmann dankte für zahlreiche Aktionen und freute sich auf die Präsentationen vor Ort. Im Namen des Ortsbeirates Schwarzenfels grüßte Ortsvorsteher Thomas Fuß. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und sagte, man habe gerne unterstützt. Das neue Konzept und die Idee fand Fuß sehr gut. Verbindungen gelte es zu schaffen, ein Miteinander und nicht Konkurrenz. Der Ortsvorsteher wünschte gute Gespräche und gute Geschäfte.

Neben im Haus der Begegnung waren Aktionspunkte das Firmengelände Holzwerkstätte Schiefer (45 Jahre mit Programm und Ausstellung von Geschäftspartnern), Baugewerbeschau in der Ortsmitte (Sperzel Bedachungen, Daniel Röll Montageservice, Richter Elektrotechnik, Petrick Müller Sanitär + Heizung, Baudekoration Werner Andres, edv-Service Dirk Schlenke), Baumschule Florian Euler, in den Ateliers der Künstler Gerti Hartmann (Tonfiguren, Betonskulpturen) und Peter Hromek (Holzgefäße, Pfeffermühlen), Holger Grau präsentierte seine gedrechselten Holzwerke im Haus der Begegnung. Die Gastronomiebetriebe Landgasthof Wittenzellner, Gasthaus „Zur Burg“ (Familie Hölzer) und das Burgcafé von Karin Ulrich hatten spezielle kulinarische Angebote. Die Metzgerei Martin grillte bei Schiefer und Rölls Wildspezialitäten gab es beim Baugewerbe. Natürlich war im Haus der Begegnung der Gewerbeverein Sinntal mit einem Stand vertreten, wo über den Sinntaler-Geschenkgutschein und die Arbeit des Vereins informiert wurde, außerdem der KfZ-Service Benjamin Hoffmann, die Islandpferde vom Güntershof und auch der Förderverein des Kindergartens Schwarzenfels.

45 Jahre Holzwerkstätte Schiefer


Ein Besuchermagnet war der Tag der offenen Tür in der Holzwerkstätte Schiefer. Hochwertige Holzrahmenbauweise wird hier hergestellt. „Schiefer schafft Lebensraum“ ist der Slogan der Firma. Firmengründer Schreinermeister Gerhard Schiefer fing 1979 mit der Herstellung von Balkongeländern an und machte sich 1984 mit Innen- und Dachausbau sowie Möbelherstellung selbständig. Zunächst die Fertighausmontage und dann die eigene Herstellung ließ den Betrieb wachsen. 2015 übernahm der Zimmerer- und Dachdeckermeister Dirk Schiefer die Firma „Holzwerkstätte Schiefer“.

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