Ein Fest am Schützenhaus

Schlüchtern: 60 Jahre Schützengilde Herolz - allzeit "gut Schuss"

Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens feierte die Schützengilde Herolz im Zelt am Schützenhaus. - Fotos: Walter Dörr


Dienstag, 11.06.2024
von WALTER DÖRR

SCHLÜCHTERN - Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens feierte die Schützengilde Herolz im Zelt am Schützenhaus. Neben Geselligkeit wurden auch langjährige Mitglieder geehrt.

Präsident Marcus Müller begrüßte zum Frühschoppen am Sonntagmorgen neben den eigenen Mitgliedern und Vertretern befreundeter Schützenvereine auch den neuen Ersten Beigeordneten des Main-Kinzig-Kreises, Andreas Hofmann, den Schlüchterner Stadtrat Willi Staaf, den stellvertretenden Bezirksschützenmeister des Schützenbezirks 30 Main-Kinzig, Uwe Frischkorn, und Ehrenmitglied Helmut Müller.

In einem Rückblick sagte Müller, dass die zwölf Gründungsmänner, die am 2. November 1964 die Schützengilde gegründet, den Grundstein für den heutigen Verein gelegt haben. Das Engagement der Mitglieder machten die Schützengilde zu dem, was sie ist.

Mit zwölf Schützen und zwei Gewehren ging es los


Mit zwei Luftgewehren und zwei Zuganlagen begann der Schießbetrieb in einem Nebenraum der Gastwirtschaft „Zur Krone“ (Ebels), Sakristei genannt wurde. Mit großen Ambitionen betrieb man den Schießsport. Erster Schützenkönig war übrigens Wilhelm Zinkand im Jahre 1965. 1978 wurde die Hubertusklause – das Vereinshaus – gebaut und war fortan das Zentrum für das Vereinsleben, in dem Wettkämpfe ausgetragen und gesellige Veranstaltungen, wie Königsbälle, stattfanden. Der 291 Mitglieder zählende Verein verfügt mittlerweile über eine der modernsten Schießanlagen. 

Der Dank des Präsidenten galt den Helferinnen und Helfern für die Vorbereitung des Jubiläums, vom Spanferkel bis zum Tischschmuck. Mit einem dreifachen „Gut Schuss“ stieß der Präsident mit allen Gästen auf den Jubiläumsverein an. Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann überbrachte die Glückwünsche des Main-Kinzig-Kreises und gratulierte für 60 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit und ehrenamtliches Engagement.

Ein starker Verein


Die Schützengilde Herolz sei ein starker Verein und eine Adresse im Schützensport der Region. Beeindruckt war Hofmann von den 291 Mitgliedern (240 männliche, 51 weibliche,) im Alter von drei bis 89 Jahren. Stolz könne man auf die Infrastruktur sei, die in den 60 Jahren aufgebaut und ständig angepasst und modernisiert wurde. Sport werde auf modernsten und vollelektronischen Luftgewehr- und Luftpistole-Schießständen (auch Laserstände) ausgeübt. Den neuen Trend des Bogenschießens werde ebenfalls erfolgreich ausgeübt, besonders in der Jugendarbeit.

Sportlich könne man stolz auf die Leistungen sein. So schieße die erste Mannschaft in der Hessenliga und genieße überregional Respekt. Hofmann freute, dass es die Nachwuchsschützin Mona Muth mit ihrem Gewehr auf Landes- und Bundesebene geschafft hat. Als Ronneburger sah er Parallelen zu Doreen Vennekamp, die es mit ihrer Sportpistole zur zweiten Olympiateilnahme geschafft habe. Der Erste Kreisbeige-ordnete dankte für die Nachwuchsarbeit in den vergangenen 60 Jahren in der Schützengilde. Sportliche Werte würden junge Menschen prägen. Der Verein sei ein kleines Gemeinwesen, wo sich Menschen auf das nächste Training oder den Vereinsabend freuen. Wer sich in einem kleinen Gemeinwesen engagiert, werde das auch im Großen in unserer Gesellschaft tun.

Im Namen des Main-Kinzig-Kreises sagte er, dass die Schützengilde ein großer Verein in Herolz und ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Vereinsgemeinschaft und des öffentlichen Dorflebens sei. Dörfer lebten von aktiven Vereinen und deren engagierten Menschen, Dörfer profitierten von engagierten Vereinen, wie die Schützengilde Herolz. Andreas Hofmann wünschte weitere erfolgreiche Jahrzehnte. 

Stadtrat Willi Staaf überbrachte die Glückwünsche der städtischen Gremien und von Bürgermeister Matthias Möller. Er freute sich, dass die Schützengilde so ein aktiver Verein ist und ein Teil der Gesellschaft. Wenn weitere Investitionen anstehen, werde die Stadt ihren Beitrag leisten. Dem Fest wünschte Staaf einen guten Verlauf – mit dem Wetter habe man es ja schon hinbekommen. Für den Schützenkreis gratulierte der stellvertretende Bezirksschützenmeister Uwe Frischkorn, auch im Namen der Schützenmeisterin Birgit Sczeburek. Präsident Marcus Müller und Vizepräsident Joachim Hönig ehrten dann langjährige Vereinsmitglieder: Für 60 Jahre Mitgliedschaft Oskar Auth, Helmut Kolb, Gerhard Lauer und Helmut Müller, für 50 Jahre Mitgliedschaft Peter Hoßfeld, für 40 Jahre Mitgliedschaft Thomas Schüßler und für 10 Jahre Mitgliedschaft Holger Bense.

Große Verdienste von Arno Heid


Eine besondere Auszeichnung erhielt Arno Heid, der seit 51 Jahren Mitglied der Schützengilde ist. Heid habe sehr viel für die Schützengilde geleistet, bei der er von 2009 bis 2014 und von 2017 wieder noch viele Jahre Präsident war. Auf einstimmigen Vorstandsbeschluss ernannte man Arno Heid zum neuen Ehrenmitglied.

Bei dem geselligen Frühschoppen spielten die Festzeltmusikanten aus Wallroth stimmungsvolle Blasmusik. Für das leibliche Wohl war mit Spanferkel bestens gesorgt.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Arno Heid, der seit 51 Jahren Mitglied der Schützengilde ist.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Arno Heid, der seit 51 Jahren Mitglied der Schützengilde ist.

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