Im Kampf gegen Überregulierung

Auch im MKK: Bürokratie-Radar der MIT geht an den Start

Seit vielen Jahren ist die immer weiter ausufernde Bürokratie und Überregulierung eine der größten Belastungen für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland. - Symboldbild: Pixabay


Donnerstag, 04.07.2024

MAIN-KINZIG-KREIS - Mit dem ersten landesweiten „Bürokratie-Radar“ wird die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hessen (MIT) ab sofort auch im Main-Kinzig-Kreis eine schlagkräftige Unterstützung im Kampf gegen die ausufernde Bürokratie und Überregulierung auf allen Ebenen bieten.

Auf dem hessischen Landesmittelstandstag haben die rund 100 MIT-Delegierten Ende 2023 entschieden, den Kampf gegen Bürokratie in den Mittelpunkt der gesamten politischen
Anstrengungen des Landesverbandes zu stellen. Mit dem „Bürokratie-Radar“ der MIT Hessen
wird nun das erste themenbezogene „Werkzeug“ landesweit zum Einsatz gebracht.

Seit vielen Jahren ist die immer weiter ausufernde Bürokratie und Überregulierung eine der größten Belastungen für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland. Der bürokratische Ballast, der tagtäglich im Mittelstand abgearbeitet werden muss, ist längst zu
einem großen Wettbewerbsnachteil des Standortes Deutschland geworden.

"Mammutbürokratien wie Lieferketten- oder Nachhaltigkeitsberichterstattungspflichten"


„Durch die EU kommen weitere Mammutbürokratien wie Lieferketten- oder Nachhaltigkeitsberichterstattungspflichten hinzu. Viele Unternehmen können sich nicht den Luxus von spezialisierten Mitarbeitern leisten, die sich eigens um die Bewältigung bürokratischer Lasten im Betrieb kümmern. Diese Lasten bleiben als zusätzlicher Arbeitsaufwand auf dem Schreibtisch der Geschäftsführung liegen“, kritisiert der stellvertretende MIT-Kreisvorsitzende Lukas Henke aus Sinntal.

„Die deutsche Bürokratie bindet zu viel kostbare Arbeitszeit, die weder der Wertschöpfung noch einer Produktivitätssteigerung zugutekommt. Der Kunde zahlt am Ende eine teure Rechnung für diese verfehlte und überregelte Politik. Wir erleben grade branchenübergreifend, dass Fach- und Arbeitskräfte sich für diese Art einer 'ideologischen Bürokratie' nicht hergeben, leider auch, weil der Sozialstaat mit alternativen Einkommensquellen wie dem Bürgergeld lockt. Um es auf den Punkt zu bringen, fallen sukzessive mehr Anbieter und Dienstleister als Marktteilnehmer weg, wird der Wettbewerb zum mehrfachen Nachteil des Kunden schlechter. Lange Lieferzeiten, weitere Wege und höhere Preise sind die bekannte Folge von einem sich immer weiter eintrübenden Gesamtwirtschaftsumfeld“, so MIT-Kreisvorsitzender Patrick Heck über die Folgen der verfehlten deutschen Wirtschaftspolitik.

Stabsstelle Entbürokratisierung in der Staatskanzlei


Die CDU geführte Landesregierung hat Manfred Pentz zu Deutschlands ersten Minister für
Entbürokratisierung ernannt. Damit hätten Ministerpräsident Boris Rhein und die CDU Hessen das Thema Bürokratieabbau sichtbar zu einem zentralen Schwerpunkt der Landesregierung gemacht. Eine der ersten Weichenstellungen des neu geschaffenen Ressorts sei die Einsetzung der Stabsstelle Entbürokratisierung in der Staatskanzlei. Die Stabsstelle werde künftig die Maßnahmen zur Entbürokratisierung in Hessen bündeln und koordinieren. Während die Stabsstelle bereits ihre Arbeit aufgenommen hat, ist das „Bürokratie-Radar“ der MIT Hessen zum 1. Juli gestartet.

„Wir wollen die Landesregierung rund um Boris Rhein und Manfred Pentz als MIT Main-Kinzig mit ganzer Kraft darin unterstützen, den Kampf gegen Bürokratie in Hessen zum erfolgreichen Vorbild für ganz Deutschland zu machen", erklärt der stellvertretende Kreisvorsitzende Steffen Reitz.

Die Nutzung des Bürokratie-Radars ist denkbar einfach. Eine Registrierung als Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hessen reicht aus, um den Service kostenlos in Anspruch nehmen zu können. Seitens der Landesgeschäftsstelle der MIT Hessen werden die Ressourcen bereitgestellt, um die adressierten Bürokratieprobleme zu bearbeiten. Die Meldungen für das Bürokratie-Radar können dabei flexibel und schnell sowohl mündlich wie auch textlich erfolgen. Bei Rückfragen stehen der MIT-Landesgeschäftsführer Tobias Binder oder die Mitglieder des MIT Kreisvorstandes Main-Kinzig persönlich zur Verfügung.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findet Ihr unter www.MIT-MKK. (red)

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