UPDATE: Nach Brand in Gewerbebetrieb: 64-Jähriger verstarb an Rauchgasintoxikation
Dienstag, 30.12.2025
MAINHAUSEN - Schreckliche Nachrichten aus unserem Nachbarlandkreis Offenbach ...
Ein Feuer in einem Gebäudekomplex eines Gewerbebetriebs im Mainhausener Ortsteil Zellhausen hat nach aktuellen Erkenntnissen nicht nur hohen Sachschaden angerichtet, sondern auch ein Menschenleben gefordert.
Leblose Person in Gebäudeteil entdeckt
Zu dem im Ostring gelegenen Firmenareal, das aus Produktions- und Wohneinheiten besteht, wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Sonntagabend alarmiert, nachdem das Feuer von der Geschäftsführerin gegen 21.25 Uhr gemeldet worden war. "Sie und eine weitere Person konnten das Gebäude noch rechtzeitig verlassen und sich retten. Eine dritte Person konnte von der Feuerwehr später leblos in einem Zimmer der Wohneinheit im Obergeschoss gesichtet werden. Es ist davon auszugehen, dass sie den Brand nicht überlebt hat", teilt die Polizei am Montagmorgen mit.
Update der Polizei
Wie die Polizei am heutigen Dienstagnachmittag bekannt gibt, ist nun gesichert, dass es sich bei dem Verstorbenen, der leblos in dem Gebäude entdeckt wurde, um einen 64 Jahre alten Mann handelt. Seine Identität konnte durch die Kriminalpolizei eindeutig geklärt werden. Laut dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion, die noch am Montag durchgeführt wurde, starb er an einer Rauchgasintoxikation. Bei den beiden Personen, die sich aus dem Gebäude retten konnten, handelt es sich um eine 60-jährige Frau und einen 57 Jahre alten Mann. Alle drei Personen standen beruflich in einer Verbindung zu dem Unternehmen.
Auch am Dienstag setzten die Kripo-Ermittler gemeinsam mit Brandexperten des Hessischen Landeskriminalamtes ihre Untersuchungen am Brandort fort. Obwohl eine genaue Aussage zur Brandursache bisher noch nicht möglich ist, kann zumindest vorsätzliches Handeln nach dem aktuellen Stand ausgeschlossen werden. Hinweise auf eine Einwirkung durch Dritte haben sich nach Angaben der Beamten ebenfalls nicht ergeben. Die Ermittlungen zur Brandursache konzentrieren sich nun auf die Möglichkeit fahrlässigen Handelns oder eine technische Ursache, die derzeit nicht ausgeschlossen werden kann.
Laut aktuellen Schätzungen der Polizei wird der Schaden weiterhin auf zwei bis drei Millionen Euro beziffert. Das gesamte Gebäude hat durch die Brandzehrung erheblichen Schaden genommen. Hinzu kommen Schäden durch Löschwasser und Löschschaum. Auch die Solaranlage auf dem Hallendach dürfte durch den Brand unbrauchbar geworden sein. Zudem wurde die Stahlträgerkonstruktion des Gebäudes durch die Hitze verformt. (red)