Drama an Bahnübergang

Hund reißt sich von Leine los - wenig später folgt das Drama

Zugunfall in Dieburg. - Foto: Feuerwehr Dieburg


Mittwoch, 31.12.2025
von Redaktion Kinzig News

DIEBURG - Ein tragischer Zwischenfall an einem Bahnübergang forderte am späten Montagnachmittag, dem 29. Dezember, das Leben eines Hundes sowie einen umfassenden Einsatz von Rettungskräften und der Feuerwehr in Dieburg. 

Laut eines Sprechers wurden die Einsatzkräfte gegen 16:27 Uhr zum Urberacher Weg alarmiert, nachdem ein Personenzug einen Hund erfasst hatte. Da zunächst unklar war, ob bei dem Zusammenstoß auch Personen zu Schaden gekommen waren, wurde ein Großaufgebot an Helfern mobilisiert.

Hundehalterin stand noch in der Nähe des Gleisbettes

Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Meldung über das tödlich verletzte Tier. Die Halterin des Hundes befand sich bei Ankunft der Feuerwehr noch im Bereich des Gleisbettes und musste umgehend von den Einsatzkräften betreut werden. 

Wie sich im Zuge der ersten Rekonstruktion der Ereignisse herausstellte, habe sich der Vierbeiner plötzlich von seinem Frauchen losgerissen, als beide vor der geschlossenen Schranke standen und sei dann direkt vor den einfahrenden Zug gelaufen. Der betroffene Personenzug kam etwa 300 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stillstand. Nach ersten Erkenntnissen blieben sowohl der Triebfahrzeugführer als auch die Fahrgäste im Zug unverletzt.

Zahlreiche Kräfte aus Dieburg und Umgebung im Einsatz

Die Feuerwehr Dieburg war mit mehreren Fahrzeugen, darunter ein Einsatzleitwagen, Löschfahrzeuge und ein Rüstwagen, vor Ort. Der Rettungsdienst stellte die medizinische Versorgung durch einen Notarzt, Rettungswagen sowie einen Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sicher.

Die Polizei und die Bundespolizei sicherten derweil die Einsatzstelle ab, während ein Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie der Brandschutzaufsichtsdienst des Kreises die Koordinierung unterstützten. Die Feuerwehr übernahm zudem die Bergung des verendeten Tieres und säuberte im Anschluss die betroffene Unfallstelle.

Sicherungsmaßnahmen und Streckensperrung

Wegen der vorherrschenden Minusgrade musste der Bereich des Bahnübergangs zudem mit Streusalz gesichert werden, um Glättebildungen zu vermeiden. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten, die insgesamt etwa eine Stunde und 43 Minuten in Anspruch nahmen, musste der Zugverkehr zwischen Messel und Dieburg für über eine Stunde komplett eingestellt werden. 

Nach Abschluss aller notwendigen Maßnahmen wurde die Strecke für den Bahnverkehr wieder freigegeben. (red)

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