Verkehrsrowdys wollten sich nicht stoppen lassen: Kollision und anschließende Flucht
Montag, 05.01.2026
HANAU / ERLENSEE - In der Nacht von Sonntag auf Montag wollten sich gleich zwei Fahrzeugführer mit ihren jeweiligen Pkw offenbar nicht von der Polizei kontrollieren lassen.
Zunächst sollte gegen 23.45 Uhr der Lenker eines weißen Golfs mit EU-Kennzeichen auf der Chemnitzer Straße einer Überprüfung unterzogen werden. Anstatt anzuhalten, beschleunigte der bislang unbekannte Fahrer sein Gefährt mehrfach.
Beinahe-Kollision mit einem Polizeibeamten
Neben dem Umfahren zweier Streifenwagen über den Bordstein, wobei ein ausgestiegener Polizeibeamter dem Fahrzeug ausweichen musste, um eine Kollision mit diesem zu verhindern, überfuhr der Flüchtige offenbar unter anderem noch zwei rote Ampeln, bevor er mit seinem Kleinwagen in Richtung Erlensee davonfahren konnte.
Im Rahmen ihrer Suche nach dem Golf-Fahrer fuhren Ordnungshüter der Polizeiautobahnstation gegen 0 Uhr an einem Renault mit HU-Kennzeichen vorbei. Möglicherweise in der Annahme, die Polizei würde nach ihm suchen, soll der 20-jährige Fahrer seinen weißen Clio beschleunigt und hiernach einen bis dato unbeteiligten Hyundai auf der Beifahrerseite überholt haben.
Mit Streifenwagen kollidiert
Was der Überholende offenbar nicht wusste: Bei den Insassen handelte es sich um Beamte in Zivil, welche hiernach ebenfalls die Verfolgung des jungen Mannes aufnahmen. Im weiteren Verlauf gelang es den uniformierten Gesetzeshütern, an den beiden Wagen vorbeizuziehen und mit ihrem BMW vor einem Kreisel auf der Leipziger Straße zu halten, um den Renault zu stoppen.
Der Renault kam offenbar nicht mehr rechtzeitig vor dem Streifenwagen zum Stehen und kollidierte mit diesem. Der Zivilwagen fuhr in der Folge hinten gegen den Renault. Der Schaden an den drei beteiligten Fahrzeugen wird auf mehr als 20.000 Euro beziffert. Der Heranwachsende musste zur Abgabe einer Blutprobe mit auf die Polizeistation. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.
Zeugen, aber auch andere Verkehrsteilnehmer, die durch die jeweiligen Fahrmanöver gefährdet worden sein könnten, melden sich bitte beim Polizeirevier in Hanau (06181/100-120) oder der Polizeistation in Langenselbold (06183/91155-0). (red)